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flüchtlingskrise - die asymetrische kriegsführung

Ignazio Silone:
«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›.
Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»


 


hier wieder ein absolutes spitzen-video von jasinna über die hintergründe der "flüchtlingskrise". unbedingt anschauen..

Die Flüchtlings-Macher

40.947 Aufrufevor 3 Tagen
 

sind unsere intelektuellen minderbemittelt?
hier ein russe, einer der besten analytiker, den ich bisher gelesen habe. was ist denn mit den intellektuellen von D/A/CH los? sind die alle dermassen gehirngewaschen? gibt es bei uns keine intelligente analytikerInnen, die selber denken können? wenn du jemand weisst, bitte link mailen..

was mir in seiner analyse fehlt:

  • es gibt nicht nur eine globale elite
    es liegt in der natur des machtmenschen, dass er alleinherrscher sein möchte. deshalb gibt es massive kämpfe zwischen verschiedenen fraktionen der eliten..
  • trump-alianz
    trump ist eher der showman eines netzwerkes der nationalen eliten der USA (US-realgüter-konzerne (Big-Oil, z.b. die koch-brüder), das ländliche amerika, v.a. der erzkonservatieve bibelgürtel (südstaaten), ca. 70% der armee), die die globalen eliten (bush, clinton, rockefeller - neocons, zionisten, satanisten) von der macht in den USA verdrängen wollen. sie haben realisiert, dass ihnen die globalen konzerne und die finanzmafia (wall street, city of london) den boden unter den füssen wegziehen. die nationale wirtschaft ist gegenüber der multinationalen konzernen selten konkurrenzfähig, da sie in billiglohnländern ohne umwelt-standarts produzieren.

  • protektionistische wirtschaftspolitik
    trump, le pen, die 5-sterne-bewegung und andere patrioten vertreten eine protektionistische wirtschaftspolitik, die die nationale wirtschaft schützt. deshalb müssen alle freihandelsverträge neu verhandelt und wieder zölle gegen zerstörerische dumpingpreise der globalen konzerne eingeführt werden.

  • er vertritt kein spirituelles weltbild
    die kämpfe auf der welt sind ein ausdruck der kämpfe zwischen licht- und dunkelkräften.

  • es gibt auch einen göttlichen plan
    die welt ist eine spirituelle schule: der sinn des lebens ist bewusstseins-erweiterung und die erhöhung unserer liebesfähigkeit. aus dieser perspektive macht es keinen sinn, dass wir in einer NWO/einem polizeistaat enden, dass die welt zerstört wird (atomkrieg) oder überall bürgerkrieg inszeniert werden kann und wir auf das lavel von somalia zurückfallen. das würde auch unsere menschliche entwicklung um generationen zurückwerfen.
  • gottes plan ist perfekt - alles kommt zur richtigen zeit
    alles eskaliert, alles wird auf die spitze getrieben. man ist gezwungen, sich zu entscheiden, stellung zu beziehen und farbe zu bekennen. ignorieren geht nicht mehr. wer weiter den kopf in den sand steckt, der wird früher oder später ausgeraubt, vergewaltigt und als ungläubiger umgebracht. schweden lässt grüssen:
    Ein vergewaltigtes Schweden ist am Stockholm-Syndrom erkrankt
W.Pjakin
Europa soll umgepflügt werden
- IS-Kämpfer in Europa warten auf Signal
Veröffentlicht am 18.05.2017

Begriffsklärung: Der globale Prädiktor - im Grunde ist es die globale Elite, sie betreibt globale Politik und legt langfristige Pläne darüber an, in welche Richtung sich die einzelnen Länder und die Welt als Ganzes entwickeln sollen. Der interne Prädiktor - das sind Kräfte, die die globale Politik und die Techniken des globalen Prädiktors analysieren, die anderen darüber aufklären und Vorschläge zur eigenen nicht manipulierten Politik machen. Die Begriffe stammen aus der Schule des Konzepts der öffentlichen Sicherheit (Concept of Public Security)
Inhaltsverzeichnis:
0:00 Wie soll ein europäisches Kalifat entstehen?
1:24 Der Unterschied zwischen Bibel und Koran
3:24 Gemeinsamkeiten zwischen Bibel und Koran
5:07 Was ist globale Politik und deren Werkzeuge?
6:21 Amerika als ein außer Kontrolle geratenes Werkzeug.
7:42 Die Lösung ist ein europäisches Kalifat.
8:34 Wozu wurde Politische Korrektheit und Multikulturalismus eingeführt?
9:42 Wie soll es ablaufen?
10:27 IS-Kämpfer sollen den Krieg anfangen.
11:12 Russland stört den Plan.
13:20 Wie man Prozesse bewerten soll?
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=n0ILU...

das ist auch bei uns so
wir sind zwar kein besetztes land, aber auch bei uns in der schweiz ist die amerikanisierung der kultur so weit vortgeschritten, dass es keine patriotische bewegung gibt, die für die souveränität der schweiz  und eine friedliche kooperation mit den BRICS-staaten
eintritt. rot/grün ist für das aufgeben der souveränität und den beitritt in die EU-diktatur der NATO. die SVP vertritt eine neoliberale wirtschaftspolitik und unterstützte die die eco-pop-initiative deshalb nicht, obwohl sie eine sinnvolle limitierung der einwanderung in die schweiz ermöglicht hätte. von linken und grünen wurde diese initiative fanatisch bekämpft, mit irrationalen argumenten, etwa so wie heute front national, FPÖ und AfD diffarmiert werden..
Die Wahrheit ist entscheidend
(Putin, Gorbatschow, Medien, Souveränität)
 




 
 
 
 

flüchtlingskrise - die asymetrische kriegsführung


kommt schon bald eine noch grössere welle als 2015?

 

Flüchtlingskrise 2 0 ?

21.237 Aufrufevor 2 Tagen
32.600 Abonnenten
Die deutsche Presse bereitet ihre Leser auf ein Ende des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei vor. Aber die wahren Gründe dafür werden den deutschen konsequent Lesern verschwiegen. Die Schlagzahl erhöht sich. Gab es zunächst wochenlang gar keine Berichte über das Problem mit dem Flüchtlingsabkommen mit der Türkei, so hat der Spiegel nach kaum einer Woche nun wieder einen Artikel veröffentlicht. Aber er bleibt seiner Linie, die ich schon in früheren Artikeln zu dem Thema aufgezeigt habe, treu: Er verschweigt konsequent die wahren Gründe für das drohende Desaster. Kompletten Beitrag lesen: Flüchtlingskrise 2.0: Die Anzeichen mehren sich in Griechenland und der Türkei ----------------- BÜCHER ----------------- Putin - Seht ihr, was ihr angerichtet habt? Buch bestellen: https://amzn.to/2Qf9iM8 Ukraine Krise 2014 Buch bestellen: https://amzn.to/34YHr6a
 
 
schon nach wenigen tagen war dieses video weg. anscheinend ist es sehr wichtig...

Flüchtlingskrise 2.0:
Die Anzeichen mehren sich in Griechenland und der Türkei

Die deutsche Presse bereitet ihre Leser auf ein Ende des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei vor. Aber die wahren Gründe dafür werden den deutschen konsequent Lesern verschwiegen. Die Schlagzahl erhöht sich. Gab es zunächst wochenlang gar keine Berichte über das Problem mit dem Flüchtlingsabkommen mit der Türkei, so hat der Spiegel nach kaum einer Woche nun … „Flüchtlingskrise 2.0: Die Anzeichen mehren sich in Griechenland und der Türkei“ weiterlesen


 

Martin Sellner

26.405 Aufrufevor 1 Tag gestreamt

80.800 Abonnenten
Die griechische Regierung plant ein neues Asylgesetz. Die konservative Regierung von Kyriakos Mitsotakis will erstmals sichere Drittstaaten festlegen, in die Asylbewerber aus Griechenland entsandt werden können. Ausserdem sollen 10.000 Migranten zurück in die Türkei gehen.

 

Wollte Frankreichs Innenminister einen Terroranschlag vertuschen?

Wollte Frankreichs Innenminister einen Terroranschlag vertuschen?
Französische Soldaten riegeln den Bereich um das Polizeipräsidium ab, in dem am 3. Oktober ein radikalisierter Islam-Konvertit vier Polizisten getötet hat.
 
Nach der Messerattacke in einem Pariser Polizeipräsidium sickern immer mehr Details über den Täter an die Öffentlichkeit. Aber auch Innenminister Christophe Castaner gerät nun unter Druck, nachdem er sich anfänglich weigerte, von einem Terroranschlag zu sprechen....

Messerangriff in Paris:
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts

Messerangriff in Paris: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts
Die Pariser Präfektur am 3. Oktober 2019
 
 
 

Französischer Innenminister Christophe Castaner:
Der Beschwichtiger vom Dienst

Französischer Innenminister Christophe Castaner: Der Beschwichtiger vom Dienst
Wird vermutlich nicht als Kommunikationsgenie in die Geschichte eingehen: der französische Innenminister Christophe Castaner
 

Mehr zum Thema - Wollte Frankreichs Innenminister einen Terroranschlag vertuschen?

In Frankreich werden wieder Erinnerungen an die Anschläge in Nizza (2016) und auf die Redaktion von Charlie Hebdo (2015) wach: Ein Mitarbeiter der Polizeipräfektur tötete vergangenen Donnerstag innerhalb weniger Minuten vier seiner Kollegen, bevor er selbst erschossen wurde. Hinweise der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft deuten auf ein terroristisches Motiv hin. Welche Rolle die 38 Jahre alte Ehefrau des Tatverdächtigen spielte, ist nach wie vor unklar. Sie war bis Sonntagabend in Gewahrsam. Weitere rechtliche Schritte gegen sie würden zunächst nicht eingeleitet, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

Das Attentat bringt vor allem Innenminister Christophe Castaner in große Bedrängnis. Nicht wenige Franzosen fragen sich, wie ein Mitarbeiter, der immerhin als Informatiker im nachrichtendienstlichen Hochsicherheitsbereich arbeitete, trotz sichtbarer Radikalisierung unentdeckt bleiben konnte. Der 45-jährige Mickaël Harpon, der 1974 in Fort-de-France auf der Karibikinsel Martinique geboren wurde, soll vor rund zehn Jahren zum Islam konvertiert sein. Zudem soll er die Moschee La Fauconnière eines salafistischen Imams besucht haben. Die Moschee ist den französischen Behörden seit Jahren bekannt. Der junge Imam marokkanischer Abstammung, der in der Moschee predigt, sollte laut einem Bericht der französischen Tageszeitung Le Monde vor einiger Zeit des Landes verwiesen werden – wegen aufrührerischer Aussagen.

Neue Erkenntnisse widersprechen Castaners Sicht

Laut dem ermittelnden Staatsanwalt Jean-François Ricard hatte Harpon 2015 das Attentat auf das Satiremagazin Charlie Hebdo gerechtfertigt. Außerdem soll er sich in letzter Zeit zunehmend in islamischer Weise gekleidet und sich geweigert haben, Frauen die Hand zu schütteln. Zur Tat sei er "ohne jede Nervosität" geschritten, so der Staatsanwalt. Sein Vorsatz, die Tötungsmethode sowie der offensichtliche Wille zu sterben seien weitere Indizien für seine Radikalisierung. Trotz dieser Erkenntnisse geschah offenbar nichts. Nur für die Äußerungen zum Attentat auf Charlie Hebdo soll Harpon einen "Verweis" erhalten haben, nachdem ein Kollege die Angelegenheit an den Vorgesetzten weitergegeben haben soll.

Innenminister Castaner räumte nun zumindest Versäumnisse ein. Es habe offensichtlich Schwachstellen bei der Erkennung der Radikalisierung des Tatverdächtigen gegeben, so Castaner am Sonntag in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender TF1. Im Wortlaut:

Natürlich gab es einige Mängel. Drei Männer und eine Frau sind tot.

Dennoch blieb der Innenminister seiner bisherigen Sicht der Dinge treu:

Dieser Mann hat nicht versteckt, dass er Muslim war. Aber nur, weil du ein Muslim bist, bedeutet das nicht, dass du ein Terrorist bist. Seine Kollegen wussten, dass er ein Muslim war. (...) In seiner Akte erscheinen keine Informationen über die Radikalisierung. Er wurde ziemlich gut bewertet.

"Die Frage stellt sich nicht"

Castaner war nach dem Attentat auf die Polizeipräfektur in die Kritik geraten, da er relativ schnell erklärt hatte, dass es keine Anzeichen für eine Radikalisierung von Harpon gegeben habe. Diese Behauptung lässt sich jedoch im Lichte der letzten Erkenntnisse kaum noch aufrechterhalten. Dennoch weist Castaner Forderungen nach seinem Rücktritt zurück. "Die Frage stellt sich nicht", so der Minister im Interview mit TF1. Derweil üben Oppositionspolitiker weiter Druck auf den Politiker aus. Castaner habe gelogen, sagte die republikanische EU-Politikerin Nadine Morano in einer Gesprächsrunde im französischen Nachrichtensender BFMTV am Sonntag. Auch Politiker der Partei Rassemblement National, ehemals Front National, um Marine Le Pen fordern den Rücktritt Castaners.

Mehr zum Thema - Sorge nach Feuer in Chemiefabrik in Rouen: Bürger zweifeln am Transparenzversprechen der Regierung

Dieser muss Berichten zufolge nun in der kommenden Woche vor einer Delegation des Parlaments Rede und Antwort stehen. Schon nach dem Brand in einer Chemiefabrik in Rouen am 26. September hatte Castaner keine besonders glückliche Figur abgegeben. Beschwichtigend hatte der Innenminister nur kurz nach dem Brand erklärt, dass die Gefahr einer weiteren Ausbreitung gebannt und eine akute Bedrohung durch giftige Schadstoffe nicht gegeben sei. Erst nach und nach stellte sich jedoch heraus, wie giftig die verbrannten Stoffe in Rouen wirklich waren.

Rückdeckung erhielt Castaner lediglich von Premierminister Édouard Philippe. Er vertraue Castaner, so Philippe. Im vergangenen Jahr habe es rund 300.000 Sicherheitsüberprüfungen innerhalb des Polizeiapparats gegeben, sagte der Premier in einem Interview mit der Zeitung Le Journal du Dimanche – jedoch habe es nur in 20 Fällen einen Anlass gegeben, Polizisten von ihrer Position zu entbinden. Nähere Angaben zu den Gründen dafür machte Philippe nicht.

Immer wieder Frankreich

Frankreich wird seit Jahren immer wieder von islamistischen Terrorattacken erschüttert. Dabei sind bislang mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen. Beim Anschlag 2015 auf das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris und weiteren Angriffen starben 17 Menschen. Polizisten erschossen die drei islamistischen Täter.

Im November desselben Jahres töteten Extremisten bei einer Attentatserie in der französischen Hauptstadt 130 Menschen, unter anderem in der Konzerthalle Bataclan. Im Juli 2016 raste ein Attentäter am französischen Nationalfeiertag in Nizza mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge. Mindestens 86 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt.

Der jüngste Vorfall ereignete sich erst vor wenigen Monaten in Lyon: Ein 24-Jähriger hatte einen selbstgebauten Sprengsatz vor der Filiale einer Bäckereikette in einer Einkaufsstraße der südostfranzöschen Metropole platziert. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Auch Polizisten wurden immer wieder gezielt Opfer von Anschlägen. 2017 feuerte ein Attentäter in Paris auf einen Mannschaftswagen der Polizei. Ein Polizist kam dabei ums Leben.

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Goethe-Institut stoppt Stipendienprogramm:
Marokkanische Schüler blieben in Deutschland

Goethe-Institut stoppt Stipendienprogramm: Marokkanische Schüler blieben in Deutschland
Symbolbild: Deutschunterricht am Goethe-Institut Barcelona, Spanien, 1. Februar 2013.

Das weltweit tätige Goethe-Institut hat sich zur Aufgabe gemacht, die deutsche Sprache im Ausland sowie die internationale kulturelle Zusammenarbeit zu fördern. An den Deutschkursen nehmen pro Jahr etwa 246.000 Menschen teil. Das Goethe-Institut bietet auch ein Programm an, mit welchem Schüler aus Partnerschulen im Ausland an Sprachkursen in Deutschland teilnehmen können. Das Programm trägt den Namen "PASCH-Stipendium". 

Hiermit erweitern die Schüler ihre Deutschkenntnisse, sollen Eindrücke von Deutschland erhalten und sich mit deutschen Schülern vernetzen. Die Schüler aus den PASCH-Schulen, welche das Goethe-Institut betreut, werden aufgrund ihrer besonders guten Leistungen ausgewählt. 

Ausgenommen sind Schüler aus Afghanistan. Hier wurde die Zusammenarbeit eingestellt. Auch gibt es fortan keine Stipendien mehr für Schüler aus Marokko. Ingesamt 190 hatten seit dem Jahr 2008 ein Stipendium aus dem Maghreb-Staat erhalten. Laut Angaben des Auswärtigen Amts traten drei dieser Stipendiumsempfänger die Rückreise in ihr Ursprungsland nicht an. 

Mehr zum Thema - Marokko: Illegale Migration als cleveres Geschäftsmodell

 
 
 

Importierte Kriminalität:
Wie arabische Clans die Berliner Unterwelt eroberten – Teil 1

Importierte Kriminalität: Wie arabische Clans die Berliner Unterwelt eroberten – Teil 1
Symbolbild: Die Aktivitäten krimineller Clans geraten immer stärker in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses.
 
Das BKA schätzt das "Personenpotenzial der Clan-Familien" in Deutschland auf bis zu 200.000 Personen. Zum Vergleich: Die Bundeswehr hat gut 180.000 aktive Soldaten. Ein Schwerpunkt der Clan-Aktivitäten ist Berlin. Doch wie konnten sich die Clans in Berlin fast unbemerkt etablieren?

von Daniel Lange

Bei den Clan-Familien in Berlin handelt es sich genauer betrachtet um die Gesamtzahl der sogenannten "libanesischen Kurden", die während des Bürgerkriegs in zwei Wellen zwischen 1970 bis 1990 nach Deutschland kamen. Mehrere Tausend der Asylsuchenden, die über West-Berlin in die Bundesrepublik einreisten, blieben in der heutigen Hauptstadt. Manche hatten die libanesische Staatsbürgerschaft, manche die syrische, andere wurden auf der Flucht "staatenlos". Seitdem haftet Berlin der Ruf einer Clan-Hauptstadt an. Zehn Großfamilien sollen in die organisierte Kriminalität involviert sein.

Die "libanesischen Kurden" sind jedoch zu einem großen Teil türkische Staatsbürger, die vor der Einreise nach Deutschland ihre Pässe vernichteten und sich dann als libanesische Kriegsflüchtlinge ausgaben, um so einen Aufenthaltsstatus als Asylanten zu erlangen. Heute weiß man, dass es sich bei den meisten "libanesischen Kurden" von damals um sogenannte Mhallami-Kurden handelt – eine arabischsprachige Volksgruppe in der Türkei. Die Mhallami oder auch Mardalli leben bis heute größtenteils in der südtürkischen Provinz Mardin. Ende der 1940er-Jahre flohen Zehntausende von ihnen vor der Armut in den Libanon.

Wenn Integration so einfach wäre: Arabischer Jugendlicher mit deutscher Flagge.

Der soziale Status der Mhallami-Minderheit war im Libanon nicht besonders gut. Sie wurden in den meisten Fällen nur geduldet und bekamen oft keine Arbeitserlaubnis. Im Libanon bestand schon in den 1970er-Jahren die Pflicht, einen Nachnamen in die Personaldokumente eintragen zu lassen. Viele der Mhallami, die einen Nachnamen in diesem Sinne gar nicht führten, gaben einfach den Namen ihrer Großsippe oder der Region an, aus der sie ursprünglich stammten, und wandelten sie geringfügig ab. Deutlich zeigt sich das bei der libanesisch-kurdischen Familie Mardinli, die einfach die Endung "li" an den Namen der südanatolischen Stadt Mardin hängte, aus deren Nähe sie ursprünglich stammte.

Deutsche Behörden wandelten später ihre Namen bei der Übersetzung aus dem Arabischen weiter ab. In vielen Fällen wurden in Folge einfach erfundene Namen angegeben oder kleinere Namensabweichungen vereinheitlicht. So wurde zum Beispiel aus einem Teil der Familie Remmo dann eben die "Rammo"-Familie.

Umgekehrt erging es der Familie Chahrour, die nicht geteilt wurde, sondern einen enormen Zuwachs erfuhr. Neben der Tatsache, dass der ursprüngliche Familienzweig ohnehin schon über eine Mitgliederzahl von schätzungsweise 2.000 Angehörigen, verteilt in ganz Europa, aufwies, wurde der Name auch in vielen Fällen einfach frei gewählt, auch ohne jede verwandtschaftliche Beziehung zur Stammfamilie.

Wie sich Berlin zum Brennpunkt der Clan-Kriminalität entwickelte

Gerade in Berlin lässt sich die Entwicklung der kriminellen Clans zu einem der größten inländischen Probleme gut nachzeichnen. Um die Clans zu verstehen, muss man ein paar Jahrzehnte zurückgehen: Am 27. Juni 1970 lieferten sich deutsche Zuhälter in der Berliner Bleibtreustraße, direkt am Kurfürstendamm, eine Schießerei mit einer Gruppe Iraner, die ins Rotlichtmilieu zu drängen versuchte. Es war der bis dahin erste große Angriff auf die Monopolstellung deutscher Krimineller in der Unterwelt.

Gerade einen Monat zuvor war Andreas Baader durch Ulrike Meinhof, Irene Goergens und Ingrid Schubert bei einer Ausführung aus der Justizvollzugsanstalt Tegel befreit worden, die Geburtsstunde der RAF. Und wenig später stürmten nun noch Iraner mit Maschinenpistolen bewaffnet das Restaurant "Bulgaria" und lieferten sich eine Schießerei, wie man sie sonst nur aus Hollywoodfilmen über das Chicago der 1930er-Jahre kennt. In den folgenden Jahrzehnten hatten die Sicherheitsbehörden der Stadt viel zu tun. Terroristische Anschläge und Entführungen, das Mykonos-Attentat, die Hausbesetzerszene.

Die Mhallami-Kurden spielten in dieser Zeit noch keine besondere Rolle in der Unterwelt, noch fielen sie durch ein besonders hohes kriminelles Potenzial auf.
Die libanesischen Kurden lebten in Deutschland meist mit einem Asylstatus und hatten keine Arbeitserlaubnis. Ihre Situation hierzulande war keine andere als die in den arabischen Ländern, in denen sie ebenfalls als Flüchtlinge oder nur bedingt geduldet gelebt hatten. Einzig mit dem Unterschied, dass es in Deutschland recht umfangreiche Sozialleistungen gab, die den kinderreichen Großfamilien den Lebensunterhalt sicherten. Die Mhallami-Kurden lebten ziemlich abgeschottet unter sich. Den einzigen Halt in einem Land, in dem den Mhallami ebenfalls keine Zukunft geboten wurde und das sich kulturell maßgeblich von allem unterschied, was sie bisher kannten, bildete die eigene Familie.

Angekommen in Deutschland waren viele der älteren Kinder nicht mehr schulpflichtig, viele waren Analphabeten, völlig unbetreut in Flüchtlingslagern aufgewachsen und waren ihr ganzes Leben auf der Flucht von einem arabischen Land ins nächste: Erst vor der Armut in den südanatolischen Regionen, dann vor dem Bürgerkrieg im Libanon. Viele Väter und ältere Söhne hatten sich der Murabitun-Miliz angeschlossen und verfügten über eine militärische Ausbildung sowie über Kriegs- und Kampferfahrung. Oft traumatisiert und versehrt erfuhren die Asylanten in Deutschland kaum Aufmerksamkeit. Die deutschen Behörden erkannten nicht den besonderen Hintergrund der Mhallami-Kurden, die bis dahin pauschal als "Libanesen" geführt wurden. Ihre besondere Geschichte von Flucht, Krieg und sozialer Isolation blieb lange ein blinder Fleck. Der Bürgerkrieg im Libanon sollte bald enden, so dachte man damals, und die Flüchtlinge würden wieder in ihr Heimatland zurückkehren.
Wozu sollte man sich also um eine Integration bemühen?

Die Mhallami lebten in Deutschland bald in einer Art Parallelwelt. Geprägt von jahrhundertealten Traditionen und vor allem dem Wertbild der Ehre und der Familie. Ab Mitte der 1980er-Jahre fielen den Behörden erstmalig "arabischstämmige" Drogendealergruppen auf, die sich in Berlin etablierten und wenig später diesen Geschäftszweig der organisierten Kriminalität fast vollständig übernahmen.
Auch im Bereich der Straßenprostitution und der Schutzgelderpressung waren Personen aus den Reihen der Mhallami schon bald führende Köpfe.

Auf die immense Schlagkraft der riesigen Familien und die Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit eine große und dazu noch familiär verbundene, teils kampferprobte Gruppe mobilisieren zu können, waren die deutschen Kriminellen, die bislang im Rotlichtmilieu und der Schutzgelderpressung den Ton angaben, nicht vorbereitet und hatten den Neulingen kaum etwas entgegenzusetzen. Doch den Geschäftszweig der wesentlich rentableren Bordell- und Club-Prostitution tasteten die Kriminellen aus den Mhallami-Familien zunächst nicht an.

Über Jahre akzeptierte man sich in der Koexistenz und näherte sich sogar in bestimmten Bereichen an. Die den Drogenhandel bedienenden libanesischen Kurden versorgten bald die Luxusbordelle der Hauptstadt mit Kokain und stellten Familienmitglieder als "Sicherheitskräfte" in Puffs und Nachtclubs ab. Schon damals wurde vermutet, dass die Kooperation der Clans mit den seit der Nachkriegszeit etablierten deutschen Zuhältern auch dazu diente, ihre Gewinne aus dem Drogenhandel über die Edelbordelle zu waschen und auf der anderen Seite Schutzgeld von den Bordellbetreibern zu kassieren.

Unter den deutschen Zuhältern in Berlin gab es kaum wirkliche funktionierende Verbindungen, lediglich kleinere Gruppen, die bei Ärger und Auseinandersetzungen in der Szene auf sich allein gestellt waren. Freundschaftliche und geschäftliche Verbindungen zu Angehörigen von Großfamilien galten schnell als realer Vorteil, um die eigenen Interessen durchzusetzen und dabei einen ernstzunehmenden Verbündeten hinter sich zu wissen.

Der "Prinz vom Stuttgarter Platz" und "Präsident Mahmoud"

Eine besondere Position nimmt ab Anfang der 1990er-Jahre der im Jahr 2014 verstorbene Berliner Bordellbetreiber und Rotlichtgröße Steffen Jacob ein. Jacob, der in den Medien gern als "Prinz vom Stuttgarter Platz" vorgestellt wurde und für den nach eigenen Angaben bis zu 3.000 Frauen anschaffen gingen, betrieb mehrere Bordelle und Nachtclubs in Berlin, und wenn er nicht offiziell als Geschäftsführer oder Inhaber auftrat, dann galt er bei den verschiedenen Etablissements als "Mann im Hintergrund".

Der selbst ernannte "Prinz vom Stuttgarter Platz" ging eine intensive Beziehung mit einer zu dieser Zeit schon etablierten Größe der Berliner Unterwelt ein: dem Mhallami-Kurden Mahmoud Al-Zein. Das Oberhaupt der Großfamilie Al-Zein nannte sich selbst "Der Präsident" und machte aus seiner Machtposition innerhalb der libanesisch-kurdischen Gemeinschaft kein Geheimnis. "Präsident Mahmoud", dessen echter Vorname eigentlich "Mohaiddine" lautet, wurde von Steffen Jacob, der als klassischer Klischee-Lude häufiger in TV und Print-Reportagen auftauchte, den Medien als sein "neuer Partner" vorgestellt. Mit diesem wollte er, nach eigener Darstellung, ein "Eroscenter", eine Art Großbordell, in der Lietzenburger Straße eröffnen. Doch aus den Plänen wurde nie etwas. Steffen Jacob, der im Rotlichtmilieu sehr reich geworden war und eine ganze Flotte aus Bentleys, Rolls-Royce und Ferraris besaß, Hunderttausende D-Mark für Schmuck und Uhren ausgab und in der Stadt für seine Champagnerbad-Partys bekannt war, konnte allein ein solches Millionen-Projekt nicht umsetzen.

Sein Freund und Partner Mahmoud Al-Zein zeigte sich in der Öffentlichkeit zwar gern als Geldschein verteilender Hochzeitsgast oder ließ sich im Mafia-Paten-Look in Luxuslimousinen durch Berlin chauffieren, jedoch offizieller Partner und Investor eines groß angelegten Bauvorhabens mitten in Berlin konnte er nicht werden. Denn "Der Präsident" lebte mit seiner Frau und neun Kindern in einer Wohnung im Bezirk Schöneberg und bezog offiziell Sozialhilfe.

Mahmoud Al-Zein war 1982 als angeblicher Kriegsflüchtling aus dem Libanon eingereist und hatte Asyl beantragt. Als Geburtsort hatte er Beirut angegeben. In den folgenden Jahren wurden seine Asylanträge immer wieder abgelehnt, doch er konnte nicht abgeschoben werden, da Al-Zein den Verlust seines libanesischen Passes anzeigte. Dadurch war den deutschen Behörden eine ordentliche Zuordnung seines Herkunfts- und eben auch seines Abschiebelandes nicht mehr möglich. Mahmoud und seine Familie blieben weiter in Deutschland.

Die Nähe zum kriminellen Clan-Milieu und die zur Schau gestellte Beziehung zu einem Anführer einer der größten Familien-Clans in Deutschland schützte die Geschäfte des "Rotlichtprinzen" Jacob. Schutz, den er dringend nötig hatte. Denn ab Mitte der 1990er-Jahre versuchten osteuropäische Banden verstärkt, das Rotlichtmilieu in der Hauptstadt zu übernehmen. Die Bordellbetriebe und Clubs von Steffen Jacob wurden vorerst ausgelassen. Mit den arabischen Clans und deren Freunden wollte sich niemand anlegen.

Die Zeiten ändern sich

Am 16. September 1992 wurde der Berliner Dieter Jagdmann, bekannt als "Chinesen-Kalle", in einem Waldstück mit mehreren Schüssen aus einer Pistole aus kurzer Distanz hingerichtet. Der Mord bei Berlin wies auf neue Verhaltensmuster in der organisierten Kriminalität der Bundesrepublik. Plötzlich wurden vermehrt Waffen eingesetzt, um eben Unterweltgrößen wie "Chinesen-Kalle" umzubringen.

Auch für Steffen Jacob und andere deutsche Unterweltler änderten sich die Zeiten im Rotlichtmilieu. Es lief schlechter in den noblen Clubs und teuren Bordellen, seitdem Osteuropäer den Straßenstrich und die Billig-Prostitution übernommen hatten.
Es wurde immer schwieriger, sich gegen die osteuropäischen Zuhälter zu behaupten. Unter den arabischen Familienclans herrschte schon nach kurzer Zeit Uneinigkeit. Es kam zunehmend zu Auseinandersetzungen und Gerangel um Machtpositionen und Einflussbereiche. Alle wollten ein Stück vom großen Kuchen, und gerade im Bereich des Drogenhandels und der Prostitution konnten enorme Gewinne erzielt werden.

Polizeigewerkschafter: Arabische Clans drängen in Berlin in den öffentlichen Dienst

Während Mahmoud Al-Zein Mitte der 1990er-Jahre immer wieder in der Öffentlichkeit auftrat und sich nun als "Pate von Berlin" bezeichnete und damit zwangsläufig immer weiter in den Fokus der Polizei geriet, konnten sich einige andere Großfamilien mit vergleichbarem Hintergrund recht ungestört etablieren. Obwohl sich Mahmoud nach außen als "Lenker aller illegalen Geschäfte in Berlin" präsentierte, sah die Realität anders aus. Längst nicht alle Familien akzeptierten ihn als uneingeschränkten "Präsidenten" oder "Paten".

Importierte Kriminalität: Wie arabische Clans die Berliner Unterwelt eroberten – Teil 1
Mahmud El Zein alias "Der Präsident" alias "Der Pate" mit Bodyguard

Die Stadt und die jeweiligen Geschäftszweige waren unter den einzelnen Familien aufgeteilt, und man achtete darauf, sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen. In manchen Bereichen wurden Allianzen geschlossen und bald wieder aufgelöst – nicht immer ohne Blutvergießen. Die Entwicklung der kriminellen Clan-Szene verlief auch deshalb so lange ungestört, weil sämtliche Konflikte durch Schiedsmänner und Friedensrichter intern geregelt wurden. Der Ehrenmord ist bei den Mhallami zumindest kulturell akzeptiert. Gesetze der jeweiligen Länder, in denen sie leben, spielen in bestimmten Situationen eine untergeordnete Rolle. Wird zum Beispiel ein Auftragsmord zur Rettung der Ehre begangen, dann ist es nicht unüblich, dass ein Friedensrichter der Familie des Täters eine Entschädigungs-summe auferlegt, die je nach Stand des getöteten Familienmitgliedes durchaus bei 250.000 Euro liegen kann. Durch solche Maßnahmen sollen ausufernde Clan-Fehden und Blutrache verhindert werden. Eine Gerichtsbarkeit, die den Familien aus ihren Heimatregionen vollkommen vertraut ist. Die Polizei wird so gut wie nie dazu gerufen.

Es wird eng für "Prinz" und "Präsident"

Allein die öffentliche Erklärung der "Prinz vom Stuttgarter Platz", Steffen Jacob, sei ein "Freund und Partner des Paten von Berlin", reichte bald nicht mehr aus. Ein Mitglied einer der Großfamilien wurde als eine Art Leibwächter für Jacob dauerhaft abgestellt.

Polizei und Behörden hatten Erfolge gelandet – Innenminister fordern härteres Durchgreifen gegen kriminelle Clan-Mitglieder. (Symbolfoto)

Mittlerweile waren nicht mehr nur die Osteuropäer eine Bedrohung in der Szene, sondern auch andere arabische Familienclans, die Schutzgeld von Bordellbetreibern forderten. Schon bald kam es in Jacobs Nachtclub "Evi" zu einem Vorfall, bei dem acht Libanesen Schutzgeld zu erpressen versucht haben sollen, weshalb Jacobs Leibwächter von seiner Pistole Gebrauch machte.

Seehofer über Clans: Kriminelle Parallelgesellschaften darf es in unserem Land nicht geben

Später vor Gericht stellte sich jedoch heraus, dass es wohl zwischen dem Leibwächter und einem Albaner Streit um eine Prostituierte gegeben hatte, in dessen Verlauf der Bodyguard eine Pistole zog und dem Albaner von hinten in den Rücken schoss. Jacobs Leibwächter wurde verurteilt, verbüßte vier Jahre in der JVA Tegel und wurde dann in die Türkei abgeschoben. Bis zum Ende der 1990er-Jahre galt Mahmoud Al-Zein laut dem LKA Berlin als Kopf der libanesisch-kurdischen Clan-Kriminalität, mit besonderem Bezug zum Drogenhandel. 1997 wurde er dann erstmalig wegen Drogenhandels verurteilt und verbüßte eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Eine Abschiebung war wegen seiner ungeklärten Staatsbürgerschaft nicht möglich. Der Verurteilung und Inhaftierung des Clan-Chefs waren umfangreiche, Jahre andauernde Ermittlungen vorausgegangen, und trotzdem behielt Mahmoud seine Machtposition in der Unterwelt.

Angehörige der Familie Al-Zein, zu dieser Zeit schon mit über 10.000 Mitgliedern in Deutschland, waren etabliert und durch feste Allianzen mit anderen Familienverbänden in ihrer Position gefestigt. Da der begründete Verdacht bestand, Mahmoud Al-Zein würde regelmäßig hohe Einnahmen aus illegalen Geschäften beziehen, wurde kurzzeitig die Sozialhilfezahlung an seine Familie ausgesetzt. Die Familie legte Widerspruch ein, und im weiteren Verlauf wies ein Verwaltungsgericht die Fortführung der Leistungszahlungen wieder an.

Abstieg und Niedergang des Paten

Über den Jahrtausendwechsel hatte sich vieles verändert, und Steffen Jacobs Bordelle waren nicht mehr umkämpft, nicht mal mehr besonders interessant. Der "Prinz vom Stuttgarter Platz" betrieb nur noch eine Tabledance-Bar, gab ab und zu ein Interview und arbeitete als Berater für eine Filmproduktion. Noch immer inszenierte er sich gern vor Medien als "cooler Halbwelter", obwohl er im Rotlichtmilieu schon längst keine Rolle mehr spielte.

Von Mitte bis Ende der 1990er-Jahre florierte der Handel mit Heroin und Kokain auf Berlins Straßen, mit der Entwicklung Berlins zur Partystadt erhöhte sich nochmals die Nachfrage nach Prostitution und Drogen. Ebenso eröffneten neue Clubs und Bars, die Schutz dringend nötig hatten. In diesen Jahren flossen der Clankriminalität jährlich nach Schätzungen des BKA zweistellige Millionenbeträge durch Drogenhandel und Schutzgelderpressung zu.

Im Jahr 2003 heiratete Steffen Jacob im Schloss Diedersdorf, ließ Rosenblätter aus einem Hubschrauber auf die Gäste regnen. Es sollte sein letzter großer Auftritt als Vorzeige-Zuhälter werden. Die Boulevardpresse war auch eingeladen und berichtete von einer pompösen Party, auf der sich erstmals auch erkennen ließ, welche verschiedenen Gruppierungen mittlerweile sich zumindest gemeinsam in der Öffentlichkeit zeigten. Rocker, Zuhälter und die führenden Köpfe verschiedener kurdisch-libanesischer Familienclans. Mit dabei als "Ehrengast" war der gerade aus dem Gefängnis entlassene "Pate von Berlin" alias "Der Präsident". Jacob Steffen gab an diesem Tag allen eine Bühne, und den anwesenden LKA-Beamten, die die Veranstaltung beobachteten, boten sich interessante Einblicke in Verbindungen und Partnerschaften im kriminellen Milieu in Deutschland.

Symbolbild: Polizisten bei der Durchsuchung der As-Sahaba Moschee in Berlin, Deutschland, 18. Dezember 2018.

Wenige Monate nach der Hochzeit erlitt Steffen Jacob einen Schlaganfall, und Mahmoud Al-Zein wurde erneut festgenommen. Wieder ging es um organisierten Heroinhandel über eine Familien-Verbindung in den Niederlanden. Die Festnahme Al-Zeins macht sich diesmal auch in der libanesisch-kurdischen Clan-Szene bemerkbar. Kleinere Familienverbände, wie zum Beispiel der Abou-Chaker-Clan, versuchen sich ebenfalls, in verschiedenen Bereichen zu etablieren, und schreckten dabei auch nicht vor radikalen Mitteln zurück.

Clan-Chef Arafat Abou-Chaker im Berliner Gericht verhaftet

Die zweite Generation der Clanmitglieder formierte sich ab 2003, direkt nach Al-Zeins Festnahme, neu. Ein Prozess, bei dem es erstmals auch zu direkten Kooperationen mit Rockergruppen wie den Hells Angels kam. Später wurden sogar eigene arabische Rockergruppen in Anlehnung an berüchtigte Outlaw-Biker-Gangs gegründet.

Der Name Al-Zein und das Gesicht von Mahmoud standen in der Öffentlichkeit für Clan-Kriminalität, und bis dahin war vielen nicht bewusst, wie groß die Familienverbände hinter dem so öffentlichkeitsgierigen "Präsidenten" wirklich sind und wie diese verzweigte und komplizierte Parallelgesellschaft funktioniert, wie die über Jahrzehnte verfestigten Clan-Strukturen in einer bisher eher unbekannten gesellschaftlichen Grauzone gedeihen konnten.

"Der Pate von Berlin" trat ab 2003 nicht mehr in seiner bekannten Rolle auf, und damit war nicht nur im kriminellen Clanmilieu eine Führungsperson weggebrochen, auch in der Öffentlichkeit konnte nun das Thema "Kriminelle Großfamilien" nicht mehr nur an einer Person und seinem direkten Familienkreis abgearbeitet werden.

Die Neuordnung der Clans

Im Zuge von Revierkämpfen und Auseinandersetzungen fielen jetzt in den Medien auch andere Familiennamen, die den meisten unbekannt waren und von denen viele maßgeblich das Kriminalitätsbild in Deutschland prägen. Namen wie "Remmo", "Miri", "Chahrour" und "Abou-Chaker" hatte man in den öffentlichen Diskussionen zum Thema Clan-Kriminalität bis dahin eher selten gehört.

Welches Ausmaß die Emigration der Mhallami-Kurden angenommen hatte, wurde der breiten Öffentlichkeit spätestens mit veröffentlichten Videoaufnahmen der Beerdigung zweier bei einem Unfall verstorbener Clan-Mitglieder, der sogenannten Aref-Brüder, auf einem Friedhof in Berlin verdeutlicht. Gut 2.000 Menschen waren zur Beerdigung erschienen, darunter viele polizeibekannte Personen aus dem kriminellen Clan- und Rockermilieu. Hier kam zunächst die Frage auf, wer die beiden Männer eigentlich waren, deren Beerdigung eine solche Anteilnahme mit sich zog, und natürlich, wie eine so große Gemeinschaft, die bisher in der Öffentlichkeit so wenig wahrgenommen wurde, in wenigen Jahren entstehen konnte.

Interview mit Bezirksstadtrat von Berlin-Neukölln: "Bei Clanmitgliedern Rolex einkassieren"

 
 
 
 diese fanatiker wollen europa erobern...

Katar: Millionen für Europas Islam | Doku | ARTE
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Ein Whistleblower spielte zwei französischen Journalisten Tausende von vertraulichen Dokumenten der NGO Qatar Charity zu. Sie enthüllen ein Programm zur Stärkung der Einflussnahme des politischen Islam in ganz Europa mit der Finanzierung von 140 Moscheebauten, Kulturzentren und Schulen, die alle mit der Muslimbruderschaft zusammenhängen. Recherche über eine hermetische Institution. Alles begann mit einem mysteriösen USB-Stick, den ein anonymer Whistleblower den beiden französischen Journalisten Georges Malbrunot und Christian Chesnot zuspielte. Darauf befanden sich Tausende vertraulicher Dokumente der größten NGO der Golfstaaten, der Qatar Charity: unter anderem Spenderlisten, E-Mail-Korrespondenzen und Informationen zu Banküberweisungen. Die Unterlagen enthüllen Einzelheiten über ein Missionierungs- und Finanzierungsprogramm zur Stärkung des politischen Islams in ganz Europa, mit 140 Moscheebauten, Kulturzentren und Schulen, die alle auf die eine oder andere Art mit der Muslimbruderschaft zusammenhängen. Doch die Behörden in der Hauptstadt Doha bestreiten jegliche religiöse Aktivität im Westen. Das Filmteam wollte es genauer wissen und recherchierte über das Programm. Am Beispiel des europaweit größten Vorhabens für ein Islam-Zentrum im elsässischen Mulhouse, eines im Jahr 2016 in La Chaux-de-Fonds in der Schweiz eingeweihten Museums der Zivilisationen des Islam, einer mit dubiosen Mitteln finanzierten Ausbildungseinrichtung für Imame im zentralfranzösischen Département Nièvre und eines Flüchtlingszentrums auf Sizilien, das auf dem Höhepunkt der Syrienkrise Migranten aufnimmt, wird mit den Finanzierungsströmen auch die dahinterstehende Ideologie aufgedeckt. Sind diese Vorhaben Teil eines viel weitreichenderen Projekts oder ist das Programm lediglich der europäische Ableger einer Strategie Katars, mit der das Land seit dem Arabischen Frühling durch die Stärkung der Muslimbruderschaft seine Führungsposition in der arabischen Welt weiter auszubauen versucht? Die investigative filmische Recherche gibt Einblicke in die ebenso finanzstarke wie hermetische Organisation, deren Verbindungen bis in die Spitze des Staates Katar und die Herrscherfamilie Al-Thani reichen. Dokumentarfilm von Jérôme Sesquin (F 2019, 90 Min)
 

 

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Kamen auf der Sea-Watch 3 von Kapitänin Rackete auch Folterer und Vergewaltiger nach Italien?

Kamen auf der Sea-Watch 3 von Kapitänin Rackete auch Folterer und Vergewaltiger nach Italien?
Carola Rackete, die 31-jährige Kapitänin der Sea-Watch 3, wird am 29. Juni 2019 von der Polizei von Bord begleitet und zur Befragung nach Lampedusa gebracht. (Archivbild)

Es ist ein ungeheurer Verdacht: Drei Männer, denen Folter in libyschen Flüchtlingslagern vorgeworfen wird, könnten mit dem deutschen Rettungsschiff "Sea-Watch 3" der Kapitänin Carola Rackete ins italienische Lampedusa gelangt sein.

Laut Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer könne man den Verdacht nicht ausräumen und habe selbst keine gesicherten Informationen darüber. Neugebauer äußerte sich am Donnerstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Migranten, die später mit dem italienischen Rettungsschiff "Alex" angekommen seien, haben ihre Peiniger möglicherweise in Italien wiedererkannt. Die italienische Zeitung Il Giornale hatte die Vorwürfe erhoben.

Die deutsche Kapitänin Carola Rackete vor der Anhörung am 18. Juli 2019 im sizilianischen Agrigent

Die Polizei hatte Mitte September mitgeteilt, dass die Verdächtigen Migranten in dem nordafrikanischen Land vergewaltigt, gequält oder sogar getötet haben sollen.

Die Migranten wurden systematisch schikaniert und Gräueltaten ausgesetzt – durch wiederholte und ständige körperliche Gewalt", hieß es damals in der Mitteilung.

Brutale Schläge mit Stöcken, Gewehrschüsse und Elektroschocks gehörten demnach dazu. Die Verdächtigen seien in einem Aufnahmelager in Messina gefasst worden, nachdem andere Migranten Alarm geschlagen hätten. Sie sind laut Polizei am 29. Juni in Lampedusa angekommen – an jenem Tag, an dem die "Sea-Watch 3" ohne Erlaubnis in den Hafen eingefahren war.

Seit Jahren herrschen in Libyen Bürgerkrieg und Chaos. Migranten versuchen, über das Land nach Europa zu kommen. Für viele endet diese Reise in einem Internierungslager. Hilfsorganisationen weisen darauf hin, dass sie nicht wissen können, wer genau die Leute auf ihren Schiffen sind. "Wir können nicht scannen, wer die Leute sind. Die kommen ohne Pässe", sagte Neugebauer.

Folter sei einer der Hauptgründe, warum die Menschen aus Libyen fliehen. Daher sei es durchaus möglich, dass auch Täter auf den Schiffen seien. "Es ist daher sehr wichtig, dass dem nachgegangen wird." Eine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft in Sizilien liegt bis jetzt nicht vor.

Italiens Ex-Innenminister Matteo Salvini forderte von Rackete umgehend eine Entschuldigung: "Sie hat nicht nur die Gesetze gebrochen und ein Boot der Finanzpolizei gerammt: Am 29. Juni soll die 'Sea-Watch 3' von Carola Rackete auch drei Migranten in Italien abgeladen haben, denen Gewalt, Vergewaltigung (...) und Mord vorgeworfen wird."

Gegen Rackete wird in Italien seit der Einfahrt in den Hafen wegen Beihilfe zu illegaler Einwanderung ermittelt.

 

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(rt deutsch/dpa)