geo-politik




der beste text diese woche zur geo-politik..

Dies und Das – Der nicht-Krieg Krieg

 


USA/israel/deutschland/geheimdienste


  1:58:21

 


Dies und Das
– Merkel und die deutsche Wahrheit [Update]

... Aber die Zufälle und der Umstand, dass viele Weichen sehr personenbezogen gestellt wurden, gehen weiter, auch wenn ich das nicht weiter detailliert ausführe; die Informationen zu merkels Biographie sind ja verfügbar und mein Interesse ist auf einen anderen Punkt gerichtet. Zum einen darauf, dass reichlich gelogen wurde, z.B. von l. demaiziere, einem für merkels Weg an die Macht sehr entscheidenden Mann und ziemlich engen Freund ihres Vaters, der später beharrlich erklärte, ihr irgendwie rein zufällig begegnet zu sein und sie früher absolut nicht gekannt zu haben. Und zum anderen und wichtiger darauf, wie merkel agierte und insbesondere, welche äusserst drastische, ja verheerende Wende sich von ihr ausgehend sozusagen wie eine Welle durch die deutsche politik-Landschaft ausbreitete. ... Es lässt sich sagen, dass merkel von Anfang an ein Werkzeug eben jener Macht war, die schon seit Jahrhunderten ihr Großprojekt verfolgt, diese Welt zu einer zu machen, in der es nicht mehr 200 Länder, sondern nur noch ca. 10 „Vereinigte Staaten von [Region, z.B. eu-ropa]“ gibt. ... Der Macht hinter merkel, deren Interessen sie umsetzt, dürfte es egal sein, bei welcher partei sie anfing und welche politische Linie ihr persönlich näher lag und liegt. Diese Leute denken in erheblich größeren Kategorien. merkel selbst allerdings – und das ist wichtig, denn die eine oder andere Form krankhafter Egomanie ist allen Marionetten gemein – ist es nicht egal. ... Zum anderen verhalten sie die AfD Abgeordneten wie wirkliche Volksvertreter. Sie sind nicht nur höflich, sondern sie sprechen Probleme an, die die Bürger *tatsächlich* haben und sehen, sie machen Vorschläge, wie man die ja akut offensichtlichen Probleme lösen kann und vor allem decken sie beharrlich Lügen auf. Damit aber tun sie „nebenbei“ noch etwas anderes und sehr wichtiges: Sie zeigen die Lächerlichkeit und Verlogenheit des polit-Betriebes auf, sie zeigen zu was für einer gänzlichen undemokratischen und durch und durch korrupten Farce das Parlament und das System verkommen sind. Zum Dritten und auf Dauer wohl tödlichsten hat die AfD, zumal als stärkste Oppositionspartei, vielerlei Möglichkeiten, Einblicke zu gewinnen in den *wirklichen* Polit- und Regierungsbetrieb hinter der Parlaments-Fassade. Und sie wird, daran besteht kein Zweifel, jede Menge hässliche und stinkende Leichen finden, die vielen im Land die Augen öffnen werden. Letztlich wird es mit merkel sein wie mit ihrer politik, insbesondere mit der den Bereich „flüchtlinge“ betreffenden. Sie und die Zeit ihrer de-fakto Diktatur *wird* ein Ende finden und zwar eher früher als später – aber das wird kein süßer Sieg sein, sondern der Anfang einer erschreckend langen Zeit eines anstrengenden und umfassenden Wiederaufbaus. Nur mal zur Daumen mal Pi Einschätzung: Es wird ein erheblich schlimmeres Erwachen und schrecklichere Erkenntnisse zum merkel deutschland geben als damals in der DDR.

 


england, geo-politik


 

der grössenwahn der englischen eliten..

Die Außenpolitik von Theresa May
von Thierry Meyssan Damaskus (Syrien)
Thierry Meyssan setzt seine Studie der Außenpolitik der Nationen fort. Nach der Analyse der Außenpolitik Frankreichs wendet er sich der derjenigen des Vereinigten Königreichs zu. Wenn die Außenpolitik Frankreichs als die für den Präsidenten der Republik „reservierte Domäne“ gilt und somit der demokratischen Debatte entzogen ist, wird die Außenpolitik des Vereinigten Königreichs in noch größerem Maße, außerhalb jeglicher Kontrolle des Volkes, nur von einer Elite rund um den Monarchen erarbeitet. Der gewählte Premierminister kann nur die Entscheidungen der erblichen Krone umsetzen. Angesichts des Scheiterns des US-amerikanischen Projekts einer unipolaren Welt, versucht London nun seine ehemalige imperiale Macht wiederherzustellen.

Dieser Artikel folgt: „Die Außenpolitik des Präsidenten Macron“, von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk, 13. März 2018.

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Global Britain

Am 13. November nutzte Theresa May die jährliche Rede des Premierministers im Rathaus von London, um einen Überblick über die neue britische Strategie, nach dem Brexit, zu geben [1]. Das Vereinigte Königreich beabsichtigt sein Imperium (Global Britain) durch die Förderung des freien Welthandels mit Hilfe von China wieder herzustellen [2] und indem es Russland von den internationalen Organisationen fern hält, mit Hilfe seiner militärischen Verbündeten: den Vereinigten Staaten, Frankreich, Deutschland, Jordanien und Saudi-Arabien.

Im Nachhinein sehen wir heute, dass alle Elemente in dieser Rede schon angesprochen waren, auch wenn wir sie nicht sofort verstanden haben.

Lassen Sie uns einen Moment zurückblicken: Im Jahr 2007 sprach der russische Präsident Vladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Er stellte fest, dass die unipolare, von der NATO bestimmte Welt, von Natur aus anti-demokratisch sei und rief die europäischen Staaten auf, sich diesem amerikanischen Trugbild nicht anzuschließen [3]. Ohne auf die inhaltliche Bemerkung über den Mangel an Demokratie in den internationalen Beziehungen zu antworten, denunzierte die NATO dies dann als Bereitschaft Russlands, den Zusammenhalt des Bündnisses zu schwächen, um es besser bedrohen zu können.

Allerdings hat ein britischer Experte, Chris Donnelly, diese Rhetorik inzwischen verfeinert. Um den Westen zu schwächen, würde Russland versuchen, sein wirtschaftliches und soziales System, auf dem seine militärische Macht basiert, zu delegitimieren. Es sei der versteckte Beweggrund der russischen Kritik, vor allem bei seinen Medien. Man beachte, dass auch Donnelly auf die grundlegende Bemerkung von Vladimir Putin nicht mehr als die NATO eingeht, aber warum sollte man mit einem Individuum, das man von vornherein des Autoritarismus bezichtigt, über Demokratie diskutieren?

Ich halte beide Ideen, die von Donnelly in seiner Analyse und die von Russland in seinem Ziel, für richtig. In der Tat haben das Vereinigte Königreich und Russland zwei diametral entgegengesetzte Kulturen.
Die erste ist eine Klassengesellschaft mit drei durch das Gesetz begründeten Nationalitätsebenen, und auf jedermanns Identitätskarte sichtbar, während die zweite - wie Frankreich – eine durch das Gesetz begründete Nation ist, in der alle Bürger „Gleichberechtigung“ besitzen, und in der der britische Unterschied zwischen bürgerlichem und politischem Recht undenkbar ist [4].
Das Ziel der sozialen Organisation im Vereinigten Königreich ist die Anhäufung von Gütern, während es in Russland der Aufbau der individuellen Persönlichkeit ist. So ist der Landbesitz im Vereinigten Königreich in wenigen Händen konzentriert, im Gegensatz zu Russland und vor allem Frankreich. Es ist fast unmöglich, eine Wohnung in London zu kaufen. Man kann höchstens - wie in Dubai - einen 99-jährigen Mietvertrag kaufen. Seit Jahrhunderten gehört fast die ganze Stadt nur vier Personen. Wenn ein Brite stirbt, beschließt er frei, wer sein Erbe ist, d.h. nicht unbedingt seine Kinder. Im Gegenteil dazu beginnt ein neues Kapitel, wenn ein Russe stirbt: sein Eigentum wird in gleichem Masse an alle seine Kinder verteilt, unabhängig von dem Willen des Verstorbenen. Ja, Russland versucht das angelsächsische Modell zu delegitimieren, was umso einfacher ist, als es eine Ausnahme ist, die den Rest der Welt entsetzt, wenn sie es versteht.

Zurück zur Politik von Theresa May. Zwei Monate nach ihrer Rede auf dem Bankett des Oberbürgermeisters, hielt der Stabschef seiner Majestät, General Sir Nick Carter am 22. Januar 2018 eine sehr wichtige auf der Theorie von Donnelly beruhenden Rede, die vollkommen dem kommenden Krieg gegen Russland gewidmet war [5]. Die Lehre aus den syrischen Erfahrungen ziehend beschrieb er einen Feind mit einem neuen, extrem leistungsfähigen Arsenal (es war zwei Monate, bevor Präsident Putin sein neues nukleares Arsenal zeigte [6]). Er bekräftigte die Notwendigkeit, immer zahlreichere Bodentruppen aufzustellen, das britische Arsenal zu entwickeln, und sich auf einen Krieg vorzubereiten, in dem das von den Medien übertragene Bild wichtiger sei als die Siege auf dem Feld.

Im Anschluss an diese Schock-Konferenz im Royal United Services Institute (der Think Tank der Verteidigung), kündigte der Nationale Sicherheitsrat die Schaffung einer militärischen Einheit zur Bekämpfung der "Russischen Propaganda" an. [7].

Wo ist das britische Projekt angelangt?

Obwohl die Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Unterhauses die Gegebenheit des Projektes des Global Britain in Frage gestellt hat [8], sind mehrere Punkte trotz einer großen Hürde vorangekommen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Frau May nicht die Politik ändern will, sondern die Politik ihres Landes neu zu ordnen versucht. Im vergangenen halben Jahrhundert versuchte das Vereinigte Königreich, sich in die europäischen Strukturen zu integrieren, wobei es allmählich die von seinem ehemaligen Imperium geerbten Vorteile verlor. Es geht jetzt darum, nicht aufzugeben, was in dieser Zeit errungen wurde, sondern die alte Hierarchie der Welt so wiederherzustellen, in der die Beamten ihrer Majestät und die Oberschicht in allen Ecken der Welt in Clubs lebten und von der örtlichen Bevölkerung bedient wurden.

- Während einer Chinareise in der Woche nach der Rede von Sir Nick Carter verhandelte Theresa May Handels-Verträge, geriet aber in politischen Konflikt mit ihren Gastgebern. Peking weigerte sich, von Moskau Abstand zu nehmen und London weigerte sich, das Projekt der Seidenstraße zu unterstützen. Freihandel, jawohl, aber nicht durch Kommunikationsrouten, die von China kontrolliert werden. Seit 1941 und der Atlantik-Charta teilt das Vereinigte Königreich die Aufgabe der "gemeinsamen Räume" (Meer und Luft) mit den Vereinigten Staaten. Ihre zwei Flotten sollen sich ergänzen, obwohl die US-Marine viel mächtiger ist als die der Admiralität. Anschließend hat die Krone die Regierung ihres australischen Dominion aktiviert, um die Quads, die anti-chinesische Gruppe wieder zu beleben, die sich unter dem Mandat von Bush Jr. versammelte [9]. Sie besteht neben Australien aus Japan, Indien und den Vereinigten Staaten. Das Pentagon arbeitet schon an Möglichkeiten, um Unruhen sowohl auf der maritimen Seidenstraße des Pazifiks als auch auf der Festland-Straße hervorzurufen.

- Das angekündigte Militärbündnis wurde in Form einer streng geheimen "kleinen Gruppe" aufgebaut [10]. Deutschland, das eine Regierungskrise durchlief, hat sich zunächst nicht daran beteiligt, aber es scheint, dass diese Verzögerung Anfang März behoben worden ist. Alle Mitglieder dieser Verschwörung haben ihre Aktionen in Syrien koordiniert. Trotz ihrer Bemühungen scheiterten sie dreimal, einen chemischen Angriff unter falscher Flagge in West Ghuta zu organisieren, da die russische und syrische Armee ihre Labors von Aftris und Chifonya eingenommen haben [11]. Allerdings gelang es ihnen, ein anti-russisches gemeinsames Kommuniqué über den Skripal Fall zu veröffentlichen [12] und sowohl die NATO [13] als auch die EU gegen Russland zu mobilisieren [14].

Wie kann das weitergehen?

Es ist natürlich seltsam, dass Frankreich und Deutschland ein Projekt unterstützen, das explizit gegen sie angelegt war: Global Britain, in dem Maße, in dem der Brexit nicht so sehr ein Rückzug von der föderalen bürokratischen Europäischen Union war, als ein Akt der Rivalität.

Wie dem auch sei, Global Britain ist heute:
- die Förderung des globalen freien Handels, aber ausschließlich im Rahmen der Herrschaft über die Weltmeere, d. h. mit den Vereinigten Staaten gegen die chinesischen Kommunikationslinien;
- und der Versuch, Russland vom Sicherheitsrat auszuschließen und die Welt in zwei Hälften zu teilen, was die Manipulationen von chemischen Waffen in Syrien und den Fall Skripal mit einschließt.

Wegen dieses Programmes ist mit mehreren Folgen zu rechnen:

- Die aktuelle Krise greift Elemente aus dem Ende des Mandats von Obama auf, außer dass London - und nicht mehr Washington - jetzt im Mittelpunkt des Spiels steht. Das Vereinigte Königreich, das sich nicht mehr auf den Staatssekretär Rex Tillerson verlassen kann, wird nun auf den neuen nationalen US-Sicherheit-Berater, John Bolton, umschalten [15]. Im Gegensatz zu den Behauptungen der amerikanischen Presse ist er kein Neo-konservativer, sondern jemand, der Steve Bannon nahesteht. Er weist zurück, dass sein Land dem Völkerrecht unterworfen wird und brüllt gegen die Kommunisten und die Muslime, aber in Wirklichkeit hat er nicht die Absicht neue Kriege zwischen Staaten herbeizuführen und möchte nur gemütlich zu Hause sein. Er wird sich nicht weigern, alle Erklärungen zu unterzeichnen, die man ihm vorlegt, gegen Russland, den Iran, Venezuela, Nordkorea usw. London wird ihn nicht manipulieren können, um Moskau vom Sicherheitsrat auszuschließen, weil sein persönliches Ziel ist, ihn nicht zu reformieren, sondern die Vereinten Nationen loszuwerden. Er wird aber ein loyaler Verbündeter der Kontrolle über die "gemeinsamen Räume" sein und gegen die "Seidenstraße" der Chinesen kämpfen, zumal er im Jahr 2003 der Initiator der Sicherheitsinitiative der Weiterverbreitung (Proliferation Security Initiative - PSI) war. Es sollten daher hier und da, auf den Spuren der chinesischen Wege, neue von den Angelsachsen entfachte Pseudo-Bürgerkriege auftauchen.

- Saudi Arabien bereitet ein neues Steuerparadies im Sinai und im Roten Meer vor, das Neom. Es sollte Beirut und Dubai ersetzen, aber nicht Tel Aviv. London wird es mit den verschiedenen Steueroasen der Krone verbinden - einschließlich der City of London, die nicht Englisch ist, sondern die direkt von Queen-Elizabeth abhängt - um die Opazität des internationalen Handels zu gewährleisten.
- Die Vielzahl der salafistischen Dschihad-Organisationen, welche aus der Levante zurückströmen, wird immer noch vom MI6, über die Muslim-Bruderschaft und den Orden der Naqchbandis gesteuert. Dieses Instrument sollte vor allem gegen Russland eingesetzt werden - und nicht gegen China oder in der Karibik, wie derzeit vorgesehen -. Nach dem zweiten Weltkrieg haben wir die Entkolonialisierung der Europäischen Imperien erlebt, und dann nach dem Krieg gegen Vietnam, die Finanzialisierung der Weltwirtschaft durch die Angelsachsen und schließlich, nach der Auflösung der Sowjetunion, den alleinigen Welt-Beherrschungsversuch durch die Vereinigten Staaten. Heute, mit dem Aufkommen des modernen Russland und Chinas, verblasst die irrige Vorstellung einer kulturell globalisierten und in gewissem Sinne einer unipolar geregelten Welt, während die westlichen Mächte - und insbesondere das Vereinigte Königreich - zu ihrem eigenen imperialen Traum zurückkehren. Das derzeitige hohe Bildungsniveau ihrer ehemaligen Kolonien zwingt sie natürlich, ihren Weg der Herrschaft neu zu überdenken.


ein realer krimi
wie kriege inszeniert werden - der tiefe staat entlarft sich..

Vier Tage, um einen kalten Krieg zu erklären
von Thierry Meyssan | Damaskus (Syrien)

Die gerade zu Ende gegangene Woche war außerordentlich reich an Ereignissen. Aber keinem Medium ist es gelungen, darüber zu berichten, weil alle absichtlich einige der Ereignisse verschleiert haben, um die von ihren Regierungen dazu abgegebene Narrative zu decken. London hat versucht, einen großen Konflikt zu provozieren, hat aber gegenüber Russland, Präsident Trump und Syrien verloren.

 
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Obwohl es die viertgrößte Armee der Welt besitzt, kann das Vereinigte Königreich Russland ohne Verbündete nicht herausfordern. Es muss also einen casus belli erfinden und seine Partner so aufwiegeln, dass sie sich mit ihm gemeinsam exponieren.

Die britische Regierung und manche ihrer Verbündeten, einschließlich des Außenministers (Secretary of State) Rex Tillerson, haben versucht, einen kalten Krieg gegen Russland zu starten. Ihr Plan war, einerseits einen Anschlag gegen einen ehemaligen Doppelagenten in Salisbury und andererseits einen chemischen Angriff gegen die "moderaten Rebellen ’’ in Ghuta zu inszenieren. Die Verschwörer wollten das Bemühen Syriens, die Vororte der Hauptstadt zu befreien, und die Unordnung in Russland anlässlich der Präsidentschaftswahlen, ausnutzen. Nach diesen Manipulationen hätte das Vereinigte Königreich die USA angespornt, Damaskus, einschließlich des syrischen Präsidentenpalasts zu bombardieren und die Generalversammlung der Vereinten Nationen ersucht, Russland aus dem Sicherheitsrat auszuschließen. Allerdings haben die syrischen und russischen Geheimdienste Wind davon bekommen. Sie waren überzeugt, dass die US-Agenten, die einen chemischen Angriff von Ghuta aus gegen Ghuta planten, nicht vom Pentagon abhingen, sondern von einer anderen US-Agentur. In Damaskus hat der stellvertretende Minister für auswärtige Angelegenheiten, Faisal Makadad, in höchster Eile am 10. März eine Pressekonferenz einberufen, um seine Mitbürger zu alarmieren. Moskau hat seinerseits zunächst versucht, Washington auf diplomatischem Wege zu kontaktieren. Aber da Moskau wusste, dass der US-Botschafter, Jon Huntsman Jr., Direktor von Caterpillar, die Dschihadisten mit Maschinen zum Tunnelbau und zur Errichtung ihrer Befestigungen versorgt hatte, versuchte Moskau, die normalen diplomatischen Kanäle zu umgehen. Hier also die Darstellung, wie die Ereignisse miteinander verkettet sind:

12. März 2018

Die syrische Armee beschlagnahmt zwei chemische Waffen-Laboratorien, das erste am 12. März in Aftris und das zweite, am nächsten Tag in Chifonya. Inzwischen ermutigt die russische Diplomatie die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), die kriminalpolizeiliche Untersuchung von Salisbury zu beginnen.

Der britische Premierminister, Theresa May, beschuldigt im Parlament Russland grob, den Anschlag von Salisbury in Auftrag gegeben zu haben. Ihrer Meinung nach seien der ehemalige Doppelagent Sergei Skripal und seine Tochter mit einer militärischen Nerven-Substanz des Typs „in Russland entwickelt“ und mit dem Namen „Novitschok“ vergiftet worden. Wissend, dass der Kreml seine zum Feind übergelaufenen Bürger für ein legitimes Ziel hält, sei es also sehr wahrscheinlich, dass er das Verbrechen in Auftrag gegeben habe.

Das Novitschok ist durch das bekannt, was zwei sowjetische Persönlichkeiten, Lew Fjodorow und Vil Mirzayonov darüber offenbart haben. Der Wissenschaftler Fjodorow veröffentlichte im Juli 1992 einen Artikel in der russischen Wochenzeitung Top Secret (Совершенно секретно), in dem er auf die extreme Gefahr dieses Produktes aufmerksam machte und gleichzeitig vor der Nutzung der alten sowjetischen Waffen durch den Westen warnte, die Umwelt in Russland zu zerstören und das Land unbewohnbar zu machen. Im Oktober 1992 veröffentlichte er einen zweiten Artikel in den Nachrichten von Moskau (Московские новости) mit einem Chef der Spionageabwehr, Mirzayonov, in dem er die Korruption mancher Generäle und den von ihnen begangenen Handel mit Novitschok anprangerte. Sie wussten nicht, wem sie es hätten verkaufen können. Mirzayonov wurde zunächst wegen Hochverrats verhaftet und dann freigestellt. Wenn Fjodorow auch in Russland im August letzten Jahres starb, lebt Mirzayonov im Exil in den USA, wo er mit dem Verteidigungsministerium kollaboriert.

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Der ehemalige russische Spionageabwehr Offizier Vil Mirzayonov ist in die Vereinigten Staaten übergelaufen. Mit 83 kommentiert er den Fall Skripal aus Boston.

Das Nervengift Novitschok wurde in einem sowjetischen Labor in Nurus, im heutigen Usbekistan hergestellt. Nach der Auflösung der Sowjetunion wurde es von einem US-Spezialisten-Team zerstört. Usbekistan und die Vereinigten Staaten haben daher notwendigerweise Proben dieser Substanz besessen und studiert. Sie sind beide fähig sie herzustellen.

Der britische Minister für auswärtige Angelegenheiten, Boris Johnson, hat den russischen Botschafter in London, Alexandre Yakovenko, einbestellen lassen. Er stellt ihm ein Ultimatum von 36 Stunden, um zu überprüfen, ob bei den Novitschok-Beständen etwas fehlt. Der Botschafter antwortet ihm, dass nichts fehlt, weil Russland alle von der Sowjetunion geerbten chemischen Waffen zerstört hat und die OPCW dazu einen Bericht erstellt hat.

Nach einem Telefongespräch mit Boris Johnson verurteilt auch der US Außenminister, Rex Tillerson, Russland für den Anschlag in Salisbury.

Unterdessen findet im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Debatte über die Situation in Ghuta statt. Die permanente US-Vertreterin, Nikki Haley, erklärt dort: "Fast vor einem Jahr, nach dem Sarin Gasangriff in Khan Schaykhun durch das syrische Regime, hatten die Vereinigten Staaten den Rat gewarnt. Wir haben gesagt, dass angesichts der systematischen Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft, Staaten manchmal gezwungen sind, selbst zu handeln. Der Sicherheitsrat hat nicht gehandelt, und die USA haben die Air Base, von der aus Al-Assad seinen Angriff mit chemischen Waffen durchgeführt hat, beschossen. Wir wiederholen die gleiche Warnung heute."

Die russischen Geheimdienste lassen Dokumente des amerikanischen Generalstabes umlaufen. Sie zeigen, dass das Pentagon bereit ist, den Präsidentenpalast und die syrischen Ministerien zu bombardieren, nach dem Vorbild der Einnahme von Bagdad (3-12 April 2003).

Beim Kommentieren der Erklärung von Nikki Haley enthüllt der russische Minister für auswärtige Angelegenheiten, welcher den Fall von Khan Schaykhun immer als "westliche Manipulation" gekennzeichnet hat, dass die falschen Informationen, die das Weiße Haus zu der Zeit in die Irre geführt und zur Bombardierung der Basis von Al-Schayrat geführt haben, aus einem britischen Labor kamen, das nie angegeben hat, woher es seine Proben hatte.

13. März 2018

Das russische Außenministerium veröffentlicht eine Pressemitteilung, die eine mögliche US-Militärintervention verurteilt und die ankündigt, dass Moskau in angemessener Weise antworten würde, falls russische Staatsbürger in Damaskus betroffen wären; der russische Präsident ist nämlich verfassungsrechtlich für die Sicherheit seiner Bürger verantwortlich.

Offizielle diplomatische Kanäle umgehend, wendet sich der Leiter des russischen Generalstabs, General Valeri Gerassimow, an seinen amerikanischen Amtskollegen, General Joseph Dunford, um ihn über seine Angst vor einem chemischen Angriff unter falscher Flagge in Ghuta zu informieren. Dunford nimmt die Sache sehr ernst und alarmiert den US-Verteidigungsminister, General Jim Mattis, welcher Präsident Donald Trump informiert. Angesichts der Überzeugung der Russen, dass es sich um einen hinterhältigen Anschlag ohne Wissen des Pentagons handle, beauftragt das Weiße Haus Mike Pompeo, Direktor der CIA, die Verantwortlichen dieses Komplotts zu identifizieren.

Wir kennen das Ergebnis dieser internen Untersuchung nicht, aber Präsident Trump hat die Überzeugung gewonnen, dass sein Staatssekretär, Rex Tillerson, daran beteiligt war. Er wird sofort angewiesen, seine offizielle Afrikareise zu unterbrechen und zurück nach Washington zu kommen.

Theresa May schreibt an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, um Russland zu beschuldigen, den Anschlag von Salisbury bestellt zu haben und um eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats einzuberufen. Ohne zu zögern weist sie 23 russische Diplomaten aus.

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Eineinhalb Monate vor dem Anschlag in Salisbury veröffentlicht, präsentiert das Buch von Amy Knight, was die These des MI5 werden soll. Die Autorin behauptet selbst, dass sie nicht den kleinsten Beweis habe für das, was sie sagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf Antrag der Präsidentin der Kommission des Inneren des House Of Commons, Yvette Cooper, kündigt die britische Innenministerin, Amber Rudd, an, dass der MI5 (Heeresnachrichtendienst Inland) 14 Ermittlungen zu Todesfällen erneut untersuchen wird, die, entsprechend den US-Quellen, vom Kreml in Auftrag gegeben worden seien.

Auf diese Weise übernimmt die britische Regierung die Theorien von Professor Amy Knight. Am 22. Januar 2018 veröffentlichte diese US-Sowjetologin ein seltsames Buch: Befehle zu töten: Das Regime von Putin und der politische Mord. Die Autorin, die die große Spezialistin des ehemaligen KGBs ist, versucht darin zu zeigen, dass Vladimir Putin für Dutzende politische Morde verantwortlich sei, von den Attentaten in Moskau im Jahr 1999, bis zu jenem des Boston-Marathonlaufes im Jahr 2013, über den Mord von Alexandre Litvinenko in London im Jahr 2006 oder jenen von Boris Nemtsov in Moskau im Jahr 2015. Jedoch gesteht sie, dass es keine Beweise für ihre Anschuldigungen gibt.

Die europäischen Liberalen nehmen nun am Geschehen teil. Der ehemalige belgische Ministerpräsident Guy Verhofstadt, der ihrer Gruppe im Europäischen Parlament vorsteht, ruft die Europäische Union zur Verhängung von Sanktionen gegen Russland auf. Sein Amtskollege an der Spitze der britischen Liberalen, Sir Vince Cable, schlägt einen europäischen Boykott der Fußball-WM vor. Der Buckingham Palace kündigt schon an, dass die königliche Familie ihre Reise nach Russland abbricht.

Die britische Regulierungsbehörde Ofcom kündigt an, dass sie den Sender Russia Today als Vergeltung verbieten könnte, obwohl dieser keine britischen Gesetze verletzt hat.

Das russische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten lässt den britischen Botschafter in Moskau einbestellen, um ihn zu informieren, dass ihm in Kürze Gegen-Maßnahmen als Vergeltung für die Ausweisung der russischen Diplomaten in London mitgeteilt würden.

Präsident Trump kündigt auf Twitter an, seinen Außenminister (Secretary of State), mit dem er noch nicht in Kontakt getreten sei, des Amtes enthoben zu haben. Er wird durch Mike Pompeo, den ehemaligen Direktor der CIA ersetzt, der am Vortag die Echtheit der russischen, von General Dunford übermittelten Informationen bestätigt hat. Bei der Ankunft in Washington bekommt Tillerson die Bestätigung seiner Entlassung durch den Generalsekretär des Weißen Hauses, General John Kelly.

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Der ehemalige Leiter des weltweit größten multinationalen Konzerns, Exxon Mobil, dachte, er befände sich über dem Schlachtgetümmel. Zu seiner Überraschung wurde Rex Tillerson von Donald Trump aber brutal gefeuert. Ersterer dachte, der angelsächsischen Welt zu dienen, während der zweite ihn als einen Landesverräter betrachtet.

Der ehemalige Staatssekretär, Rex Tillerson, stammt aus der texanischen Bourgeoisie. Er und seine Familie haben sich voll für die amerikanischen Pfadfinder engagiert, deren nationaler Präsident (2010-12) er wurde. Kulturell England nahestehend, zögerte er nicht, als er Präsident der Riesen-Multi Exxon-Mobil (2006-16) wurde, sowohl eine politisch korrekte Kampagne zu führen, um homosexuelle Jugendliche bei den Pfadfindern zu akzeptieren, als auch Söldner für Britisch-Guayana zu rekrutieren. Er sei Mitglied der Pilgrims Society, des renommiertesten Anglo-US Clubs unter dem Vorsitz von Königin Elisabeth II., von dem viele Mitglieder an der Obama-Administration mitwirkten. Während seiner Amtszeit im Außenministerium stellte seine gute Erziehung einen Rückhalt für Donald Trump dar, der von der hohen US-Gesellschaft als ein Clown angesehen wird. Er kam jedoch mit seinem Präsidenten in drei großen Themen in Konflikt, die uns nun erlauben, die Gedankenwelt der Verschwörer einzuschätzen:
- Wie London und der Deep State der US dachte er, es sei nützlich, Russland zu dämonisieren, um die Macht der Angelsachsen im westlichen Lager zu konsolidieren.
- Wie London dachte er, dass man den iranischen Präsidenten Sheikh Rohani gegen den Anführer der Revolution Ayatollah Khamenei fördern müsse, um den westlichen Kolonialismus im Nahen Osten aufrechtzuerhalten. Er unterstützte daher die Vereinbarung 5 + 1.
- Wie der Deep State der US dachte er, dass die Wende von Nordkorea gegenüber den Vereinigten Staaten geheim bleiben und genutzt werden sollte, um eine in Wirklichkeit gegen China gerichtete Stationierung von Militär zu rechtfertigen. Es war daher für formelle Gespräche mit Pjöngjang, aber gegen ein Treffen zwischen den beiden Staatschefs.

14. März 2018

Während Washington schockiert ist, tritt Theresa May wieder vor das Unterhaus, um ihre Anklage auszubauen, während rund um die Welt, britische Diplomaten in vielen zwischenstaatlichen Organisationen das Wort ergreifen, um ihnen die Nachricht zu überbringen. Als Reaktion auf den Premierminister qualifiziert der „blairistische“ Abgeordnete, Chris Leslie, Russland als Schurken-Staat (Rogue State) und beantragt die Aussetzung der russischen Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat. Theresa May setzt sich für eine Prüfung dieser Frage ein, obwohl sie betont, dass dies nur von der UN-Generalversammlung entschieden werden könne, um das russische Veto zu umgehen.

Der Rat des Nordatlantikvertrags (NATO) tagt in Brüssel auf Antrag des Vereinigten Königreichs. Die 29 Mitgliedstaaten schaffen eine Verbindung zwischen dem Einsatz von Chemiewaffen in Syrien und dem Attentat von Salisbury. Sie betrachten Russland als "wahrscheinlich" verantwortlich für diese beiden Ereignisse.

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Jens Stoltenberg, Generalsekretär der NATO und die ständige Vertreterin des Vereinigten Königreichs, im Nordatlantikrat, Sarah MacIntosh. Sie ist die ehemalige Direktorin für Fragen der Verteidigung und Nachrichtendienste im britischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, ein Posten, den sie Jonathan Allen, dem aktuellen Vertreter bei den Vereinten Nationen, überließ.

In New York bietet der ständige Vertreter Russlands, Wassili Nebenzia, den Mitgliedern des Sicherheitsrats an, eine Erklärung über ihren gemeinsamen Willen anzunehmen, die Untersuchung des Anschlages von Salisbury aufzuklären und ihn, gemäß der internationalen Verfahren, der OVCW anzuvertrauen. Aber Großbritannien weigert sich gegen jeden Text, der nicht den Ausdruck enthält, dass Russland für den Anschlag "wahrscheinlich verantwortlich" ist.

Während der folgenden öffentlichen Diskussion vertritt der Beauftragte des Vereinigten Königreichs, Jonathan Allen, sein Land. Er ist ein Agent des MI6, der den Kriegspropagandadienst des Vereinigten Königreichs aufgebaut hat und der die Dschihadisten in Syrien aktiv unterstützt hat. Er erklärt: «Russland hat sich bereits in die Angelegenheiten anderer Länder eingemischt, Russland hat bereits das internationale Recht in der Ukraine verletzt, Russland verachtet das Leben der Zivilisten, wie es ein Attentat auf ein Verkehrsflugzeug in der Ukraine von russischen Söldnern gezeigt hat, Russland schützt die Benutzung von Chemiewaffen durch al-Assad, (...) Der russische Staat ist für diesen Attentatsversuch verantwortlich. Der ständige Vertreter Frankreichs, François Delattre, der dank eines Ausnahme-Dekretes von Präsident Sarkozy im US-Außenministerium trainiert wurde, erinnert daran, dass sein Land eine Initiative zur Beendigung der Straflosigkeit jener vorgelegt hat, die chemische Waffen verwenden. Er lässt durchblicken, dass diese Initiative gegen Syrien auch gegen Russland angewandt werden könnte...

Der Botschafter der Russischen Föderation, Vassily Nebenzia erinnert daran, dass die Einberufung der Sitzung auf Verlangen von London geschah, aber dass sie öffentlich ist auf Antrag von Moskau. Er stellt fest, dass das Vereinigte Königreich das Völkerrecht verletzt, indem es diese Angelegenheit im Sicherheitsrat zur Sprache bringt, und damit die OPCW aus der Untersuchung heraushält. Er stellt fest, dass London, wenn es das Novitschok identifizieren konnte, seine Formel auch kennt und es daher selbst herstellen kann. Er erinnert an den Wunsch Russlands, mit der OPCW zusammenzuarbeiten, im Einklang mit den internationalen Verfahren.

15. März 2018

Das Vereinigte Königreich veröffentlicht eine gemeinsame Erklärung, die am Vortag durch Frankreich, Deutschland, sowie Rex Tillerson, der noch Außenminister der Vereinigten Staaten war, unterzeichnet wurde. Der Text enthält den britischen Verdacht. Er prangerte die Verwendung "eines Nervengiftes militärischer Qualität, eines von Russland entwickelten Typs" an. Er behauptet, es sei "sehr wahrscheinlich, dass Russland für den Anschlag verantwortlich ist“.

Die Washington Post veröffentlicht einen Kommentar von Boris Johnson, während der Sekretär des US-Finanzministeriums, Steven Mnuchin, neue Sanktionen gegen Russland verlangt. Diese sind nicht an den aktuellen Fall gebunden, sondern an die Vorwürfe von Einmischungen in das öffentliche US-Leben. Die Verordnung führt jedoch das Attentat von Salisbury als Beweis für die hinterhältigen Aktionen Russlands an.

Der britische Verteidigungs-Minister, der junge Gavin Williamson, sagt, dass nach der Vertreibung seiner Diplomaten, Russland "die Klappe halten (!) sollte". Das ist das erste Mal seit dem Ende des zweiten Weltkrieges, dass der Führer eines ständigen Mitgliedes des Sicherheitsrats eine solche Sprache gegen ein anderes Mitglied des Rates verwendet. Sergej Lawrow sagt: „Das ist ein reizender junger Mann. Wahrscheinlich will er sich seinen Platz in der Geschichte verdienen, indem er Schock–Aussagen macht [...] Vielleicht mangelt es ihm an Erziehung.“

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England hat im Laufe seiner Geschichte nicht gezögert, zu lügen und sein Wort zu brechen, um seine Interessen zu verteidigen. Daher sein französischer Spitzname vom "verräterischen Albion“ (aus dem lateinischen Namen für England).

Schlussfolgerung

In vier Tagen haben das Vereinigte Königreich und seine Verbündeten die Voraussetzungen für eine neue Teilung der Welt, einen kalten Krieg, geschaffen.

Allerdings ist Syrien nicht der Irak und die Vereinten Nationen nicht die G8 (von dem Russland ausgeschlossen wurde, wegen der Mitgliedschaft der Krim in der Föderation und Russlands Unterstützung für Syrien). Die Vereinigten Staaten werden Damaskus nicht zerstören und Russland wird nicht von dem Sicherheitsrat ausgeschlossen werden. Nach seinem Ausscheiden aus der Europäischen Union, und seiner Weigerung, die chinesische Erklärung zur Seidenstraße zu unterschreiben, dachte das Vereinigte Königreich, seine Statur durch den Wegfall eines Mitbewerbers zu verbessern. Durch diesen faulen Trick stellte es sich vor, eine neue Dimension zu erlangen und das von Frau May angekündigte "Global Britain" zu werden. Aber es zerstört selbst seine Glaubwürdigkeit.


 

 Am Ende kommen wir so oder so nicht umhin,
konstruktiv etwas Neues zu erschaffen.
Konzentrieren Sie sich auf das Erschaffen,
darauf kommt es an.

an alle schwarzmaler, defätisten und jammerer
eine ungewöhnliche analyse. warum immer nur jammern und schwarzmalen? wir sind mitten im paradigmawechsel und das goldene zeitalter steht vor der tür. nicht morgen, aber in 10-20 jahren. das blatt ist sich gerade am wenden. das sollten wir feiern - und unterstützen, indem wir selber schöpferisch tätig werden.

Eine kritische Würdigung der großen Koalition

Vernünftigerweise läuft alles auf die große Koalition hinaus.

Einschätzung vom 25. September 2017, unmittelbar nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse: Jetzt steht sie endlich, die große Koalition. Gerade mal ein halbes Jahr hat die Regierungsbildung gedauert. An dieser Stelle möchte ich einige bereits geäußerte Schlüsselkommentare bündeln und ein paar neue anhängen, als Fazit des großen Theaters.

Kommentar eins, eine Würdigung:

Wer hat die Beendigung diplomatischer Beziehungen zu Russland trotz klarem Befehl verweigert? Die GroKo. Wer hat die EU vor TTIP bewahrt? Die GroKo, mit französischer Unterstützung. Wer hat Nord Stream 2 trotz aller Mahnungen und Drohungen aus Übersee und gegen Widerstand aus der EU vorangetrieben? Die GroKo. Wessen Politiker sind in den letzten Jahren regelmäßig in den Kreml gereist? CDU, SPD, CSU – GroKo. Wer hat zusammen mit Frankreich den Umbau der EU angestoßen? Die GroKo. Wer hat Deutschland durch die heißeste Phase des hybriden Weltkrieges geleitet? Die GroKo. Wer könnte das garantiert erfolgreich fortsetzen? Die GroKo. Und wer könnte diesen Prozess, der fast überstanden ist, noch mal instabil machen? Die grünen CIA-Agenten. Es gibt sie auch in rot und schwarz und in allen anderen Farben, aber wohl nirgends (außer bei der RAF und anderen extremen Linken antifa) so konzentriert und so unverschämt offen zur Schau gestellt wie bei den Grünen, hehehe. Putin ist für die GroKo, weil sich mit ihr weiter an Eurasien von Lissabon bis Wladiwostok bauen lässt. Viele Deutsche verstehen nicht, welcher Krieg gerade tobt und wie messerscharf sie der Klinge entsprungen sind. Dieser Krieg wurde nicht offen erklärt, die Menschen werden nicht über diesen Kreig aufgeklärt, aber er wird mit aller Härte und Brutalität geführt und es sterben auch deutsche Zivilisten in diesem eckelhaften Krieg, ohne dass die Menschen wahrnehmen, dass diese Zivilisten durch Kriegshandlungen gestorben sind. An anderen Fronten ist es noch viel schlimmer und gibt es noch viel mehr Opfer, und in Deutschland hätte es viel schlimmer sein können. Und wenn die letzten Jahre nicht so glücklich verlaufen wären (gemessen an dem, was hätte sein können), dann wären Deutschlands Zukunftsaussichten tiefschwarz im Vergleich zu den grauen Zukunftsaussichten, auf die wir heute hoffen können. Statt rosiger Aussichten hinsichtlich wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit Russland, China, Iran und dem Rest Eurasiens hätte Deutschland auch unter der Knute von TTIP langsam und qualvoll wirtschaftlich verrecken können, ausgesaugt von Vampiren und der Gegenwehr unfähig, weil die Staatsgewalt den Schiedsgerichten der Vampire untergeordnet wäre. Aber weil die Menschen gar nicht wahrnehmen, durch welchen Krieg sie gegangen sind und was ihnen erspart geblieben ist, können sie nicht die Leistung derer würdigen, die sie durch den Krieg gebracht haben. Was hätte zerstört werden können, aber erhalten geblieben ist, wird nicht als Erfolg wahrgenommen. Dafür nehmen die Menschen jeden entstandenen Verlust wahr und sind darüber unzufrieden – das hätte doch nicht sein müssen! Hätte es auch nicht, es hätte sehr viel schlimmer kommen können. Deutschland ist extrem gut aus dem Krieg rausgekommen, sehr viel besser als viele viele andere Länder und Völker. Demut und ein kleines Dankesgebet sind wahrhaftig angebracht, zumindest einen Abend lang, vielleicht im Rahmen der weihnachtlichen Besinnung, bevor es wieder ans tägliche Nörgeln und Unzufriedensein geht. Deutschland hat übrigens beste Changen, stark aus dem Krieg rauszukommen und eine Entwicklung zu nehmen, die anderen versagt sein wird. Aber je nachdem, wie sehr sich die Grünen im Duett mit Schulz behaupten können, kann sich Deutschland einen Teil dieses Potentials auch versauen.

Im Kampf um die Posten hat es schwere Gefechte zwischen Transatlantikern und Eurasiern gegeben, mit folgenden Ergebnissen:

  • Gabriel als eurasischster Vertreter und beliebtester SPD-Politiker wurde wegintrigiert.
  • Der Transatlantiker Spahn hat es zum Gesundheitsminister geschafft. Als Pharmalobbyist ist er da gut aufgehoben…
  • Der Transatlantiker Schulz hat es nicht in die Regierung und zum Außenminister geschafft.
  • Dafür ist der Transatlantiker Maas zum Außenminister geworden.

Es hätte besser laufen können für Deutschland. Aber wie sagte der Kater neulich: Man muss Deutschland jetzt leiden lassen, damit es die richtige Entscheidung trifft. Den Leuten mit Panikattaken sei gesagt: keine Panik. 2014 war die große Koalition noch mit voller Mannstärke stramm transatlantisch, die USA waren noch stark und die allerbesten Freunde Europas, Russland wirkte geschlagen, und… und? Exakt die gleiche Truppe hat sich von den USA abgewendet und treibt eurasische Wirtschaftsprojekte voran. Die neue Truppe wird sich auch fügen. Aber vielleicht werden die Deutschen bis dahin etwas mehr leiden müssen. Passend dazu ein weiterer Kommentar:

Es wird kein transatlantisches Comeback geben.
Sie müssen unterscheiden zwischen echten geopolitischen Umbrüchen und politischer Show. Die politischen Comebacks, die Sie kennen und im Sinn haben (Comeback der Demokraten, der Republikaner, der CDU, der SPD, bla bla) sind Show. Dabei sieht es nach einem Wechsel der Politik aus, während die Politik in Wirklichkeit die gleiche bleibt, es keine ideologischen Umbrüche gibt, keine radikalen Umbauten, sondern allenfalls laufende Korrekturen im Rahmen des herrschenden Systems vorgenommen werden. Was wir hingegen derzeit geopolitisch hinter uns gebracht haben, ist ein wirklicher Umbruch des Systems. Nach solchen Umbrüchen gibt es kein Comeback. Für Hitler-Deutschland konnte es kein Comeback geben, für die Sowjetunion konnte und kann es kein Comeback geben, für die transatlantische Herrschaft wird es kein Comeback geben. Wir haben es nicht mit einem Gesichtswechsel innerhalb des Systems zu tun, wir haben es mit einem Systemwechsel zu tun. Die Abhängigkeit Deutschlands von den USA wurde seit dem Zweiten Weltkrieg nicht angezweifelt, egal ob CDU oder SPD an der Spitze waren. Jetzt erleben wir einen offenen Krieg zwischen Deutschland (mitsamt EU) und den USA. Das System ändert sich gerade grundlegend – und das ohne Clown-Wechsel an der Spitze. Die gleiche große Koalition, die den USA vor 5 Jahren artig zu Füßen lag, führt jetzt Krieg gegen die USA.

Das Spiel ist längst entschieden worden. Grund für Panikattaken haben nur die Transatlantiker und diejenigen, die wie Junkies an transatlantischen Medien hängen. In der Realität gibt es keine perfekte Regierung. Für die Pessimisten mit dem Anspruch “nur Perfektion oder alles Scheiße” wird immer alles Scheiße sein, bis in alle Ewigkeiten, selbst wenn eine tolle Regierung an der Macht sein wird. Weiterhin nehmen viele Menschen nicht wahr, dass das Vermeiden von etwas Schlimmen ein sehr großer Gewinn ist. Was nicht geschehen ist, erkennt man nicht so leicht, denn es ist nicht geschehen. Es toll zu finden, dass es nicht geschehen ist, erfordert die Erkenntnis, dass es hätte geschehen werden können, vielleicht sogar sollen, mitunter mit hoher Wahrscheinlichkeit, weil feindliche Kräfte mit großem Eifer auf das Schlimme hingearbeitet haben. Erkenntnis ist aber in der Matrix sehr rar gesät und sehr schwer aufzutreiben, deswegen wollen wir den Menschen keine böse Absicht unterstellen, sondern lieber eine Pflicht für uns ableiten, Erkenntnis zu suchen und den Menschen zugänglich zu machen. Womit wir bei dem nächsten Punkt sind, dass nämlich nichts verbessert wird dadurch, dass man Dinge doof findet, sondern nur dadurch, dass man anfängt, die Dinge zu verbessern. Man beachte den Unterschied zwischen verbessern und zerstören. Vielen Menschen ist eingetrichtert worden, dass man das Bestehende, was angeblich so schlecht ist, erst völlig zerstören sollte, um dann aus der Asche das Neue aufzubauen. Das ist Blödsinn. Wir schwimmen auf unserem Schiff durch das Meer des Lebens und wenn das Schiff marode ist und ein Leck hat, dann ist es nicht besser, es zu versenken und dann mit dem Bau des neuen Schiffes zu beginnen. Im kalten Wasser schwimmend, so ganz ohne Schiff, ist der Bau von etwas Neuem eine äußerst schmerzhafte und unangenehme Angelegenheit. Lassen Sie sich nichts einreden von “kreativer” oder “reinigender” Zerstörung. Zerstörung zerstört, egal welche hübschen Adjektive man dranklebt. Am Ende kommen wir so oder so nicht umhin, konstruktiv etwas Neues zu erschaffen. Konzentrieren Sie sich auf das Erschaffen, darauf kommt es an. Jubeln Sie nicht darüber, dass die alten Parteien Mitglieder und Stimmen verlieren, denn Sie sitzen in diesem Boot mit drin und gehen mit diesem Boot unter. Auch das alte und marode Schiff trägt noch und solange Sie kein besseres Schiff gebaut haben, seien Sie dankbar für das Alte, denn es ist besser als nichts. Und während Sie dankbar sind, reparieren Sie das alte Schiff oder bauen Sie am neuen Schiff. Und wenn Sie der Meinung sind, dass die große Koalition ein wahnsinnig marodes Schiff ist, gehen Sie einfach mal die Alternativen durch. Minderheitsregierung? Jamaika-Koalition? Politisches Chaos ohne Regierung? Deutschland hatte nicht die Wahl zwischen einem maroden Schiff und einem neuem, tollen Schiff. Deutschland hatte die Wahl zwischen marode, schwer verfault und halb versunken im Meer des Chaos. Deutschland hat das bestmögliche erwischt. Tun Sie etwas dafür, dass Sie bei der nächsten Wahl bessere Wahlmöglichkeiten haben.


politiker die nicht gehorchen werden ermordet: palme, gadaffi, saddam, haider...

Guter Satz von R: „Diese Missgeburt (ziocons) geht nämlich zugrunde, wenn sie nicht weiter wuchern kann.“ Gerade hörte ich Trump den Satz sagen: “ economic security means national securty and both together means peace for the world “ Persönlich denke ich, dass Trump nicht so ist, wie er jetzt ist, er ist so geworden, hat sich angepasst, da passt Tillerson nicht dazu. Tillerson ist aus anderem Holz geschnitzt. Frieden wird es also nur geben, wenn Amerika sich einfetten kann, dafür sorgen schon die dort ansässigen Parasiten, die es beherrschen. Wenn der Wirt (über) leben will, muss er den Parasiten gefügig sein. ..und in vorauseilendem Gehorsam spielen alle mit, der Bär muss gereizt werden, ein Krieg muss her, nicht unbedingt, aber Gerassel und Aufrüstung. Die Engländer werfen die Russen raus und umgekehrt. Schön immer auf Konfrontation gehen. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Ältere hier werden sich an die U-Boot Affäre in Schweden erinnern, an die fakes von damals um zwischen Palme und Gorbi einen Keil zu treiben. 20 Jahre nach der Exekution von Palme (CIA) wurden schon wieder russ. U Boote vor Stockholm gesichtet. So arbeiten die Burschen und das ist nichts neues. Da ihnen niemand Parole bieten kann, erachten es die „Freunde“ des Imperiums als besser dafür statt dagegen zu sein. Dr. Haider war Freund von Gadaffi, wie Freund von Saddam, hat diese mehrmals besucht und kannte die Umstände genau was dort gespielt wurde früher als alle anderen, aus erster Quelle und drohte an, all dies in seinen Memoiren nieder zu schreiben. Ist es da ein Winder wenn der Mann nie mehr zum schreiben kam ? Ein Buch hat er doch geschrieben „Zu Gast bei Saddam“ das war dann Schluss mit lustig. Haider hat damals sogar 1 Woche lang Sprit von Saddam (5 Millionen Euro Geschenk) an den Tankstellen in Kärnten um die Hälfte verkauft… heute sind die Burschen alle mausetot und viele werden es noch werden, wenn sie nicht hören wollen.


USA

Dies und Das – Krieg, Rückzug oder 3 Affen?

Einen Aussenminister feuern, weil der internationale Politik treibt – übrigens, soweit erkennbar, im Rahmen der abgesprochenen Grundlinie? Ja, das ist erstaunlich. Und kennzeichnend.
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..trump ist kein netter Onkel, kein Freund der Russen, sondern der Vertreter einer Gruppe von (keineswegs sympathischen) amis, die immerhin kapiert haben, dass die seit Jahrzehnten gefahrene Linie der „neoliberalen“ hardcore-zionisten das Land knapp an den Abgrund gebracht und zu einer maßlos verhassten Nation gemacht hat, was unter anderem auch heisst, dass die Hegemonialposition nicht nur nicht zu halten, sondern sogar zunehmend gefährlich ist. Die Grundlinie der „patrioten“, wie ich sie nannte, ist es, vor allem und zuerst mal wieder das eigene Land gesund und stark zu machen.
Ein gutes Beispiel dafür sind trumps Strafzölle. Diese würden einfach nur alles teurer machen und zudem Geschäfte im Ausland erschweren, so wird von einigen kritisiert. Mag schon sein, nur: trumps Priorität liegt darin, das Absaufen des Landes zu verhindern und es zu reparieren. Dazu gehört absolut unverzichtbar, dass es genug Arbeitsplätze und Produktion, insbesondere gewisser Grundprodukte gibt. Für die ziocon globalisten ist das völlig belanglos, für die geht es nur um Börsenindizes und Profit; für die patrioten aber ist das eine absolut existentielle Frage. Man könnte es auch zynisch so erklären, dass nun den patrioten die Profitfrage der ziocon „Elite“ genauso egal ist, wie die sich nicht um die  Arbeitslosenzahlen im eigenen Land scherten.

Zum anderen Punkt haben wir doch alle miterlebt, was die Antwort ausmacht: Man, sprich, die ziocons und die nahezu durchgängig von ihnen kontrollierten medien haben trump jeden einzelnen Schritt zur maximalen Qual gemacht. trump ist ein Präsident in engen Ketten.
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..ami Militärs sind nicht dazu zu bewegen, im eigenen Land z.B. mal beim fbi aufzutauchen und grob aufzuräumen. Das ist ihnen auch deshalb völlig unmöglich, weil der Moment, in dem sie den Glauben an ihr Märchen mal beiseite schieben, auch der Moment wäre, in dem sie zwangsläufig bemerken müssten, dass sie schlicht mäßig bezahlte Berufsverbrecher sind.
Die Exzeptionalitäts-Annahme der amis ist also, das nur mal als interessante Randbeobachtung, nicht einfach nur Arroganz sondern ein für sie absolut vitaler Aberglauben.

Was aber, so ist zu fragen, kann ein Präsident tun, der kaum etwas tun kann, aber so einiges dringend tun muss? Die Antwort heisst Unterlassung und liegt in der Natur des ziocon Imperialismus begründet. Diese Missgeburt geht nämlich zugrunde, wenn sie nicht weiter wuchern kann. trump muss die Missgeburt also gar nicht aktiv bekämpfen; es reicht völlig, ihr Wuchern einzugrenzen und schwer zu machen.

Und damit sind wir wieder bei der Aussenpolitik und bei tillerson. Selbst ein oberflächlicher Blick zeigt die Grundmechanik der ziocon Missgeburt: Aufweichen des Zielgebietes und dann entweder assimilieren und wie ein Parasit im Hirn kontrollieren oder aber einfach zerschlagen und dann ausplündern. Die beiden Werkzeuge, meist als zwei Backen einer Zange eingesetzt, sind Militär und Aussenministerium, das im Grunde nur eine andere Variante des pentagon ist, eine, die primär auf „demokratie“ Dröhnen setzt statt auf Panzer und deren Artillerie hauptsächlich Propaganda, Gehirnwäsche, finanz- und Wirtschaftsinstrumente sind.
Die cia ist übrigens weitgehend dem Aussenministerium zuzurechnen und eine ihrer wesentlichen Aufgaben ist es, Übernahmen vorzubereiten und, falls gewünscht, die Eingliederung des lokalen Militärs in die nato und/oder die Errichtung eigener Basen vorzubereiten und zu begleiten.

trump nannte sein Buch „the art of the deal“ (~ „Die Kunst, ein Geschäft abzuschließen“) und das sollte man im Hinterkopf behalten, denn Buchtitel sind wie Kindernamen; sie sagen einem sehr viel über die Eltern.
trumps Sicht der Grundkonstellation im Hinblick auf „international“ dürfte ziemlich simpel sein: Beide Seiten wollen etwas und gewinnen heisst, der zu sein, der den kleineren Preis bezahlt oder womöglich sogar noch einen Gewinn herausholt. Der wesentlichste Grundfaktor bei diesem Spielchen, sozusagen der Elefant im Raum, ist dass so ziemlich alle (Länder) wollen, was trump auch will, nämlich dass die amis verschwinden und sich im eigenen Land mit irgendetwas beschäftigen. Es liegt nahe, dass jemand wie trump, dessen Land ja u.a. auch sehr, sehr viel Geld braucht, das als Geschäft betrachtet, aus dem er sehr viel heraus holen will. Aber natürlich können Länder auch nett lächeln und sagen „Aber nein, wir sind sehr glücklich damit, ami Kolonien zu sein“, was lächerlich klingen mag, aber erstens gut beschreibt, wozu sie von den ami zionisten Jahrzehnte lang abgerichtet wurden, und zweitens auch *tatsächlich* wie u.a. vom „Schatten-Präsidenten“ obama befohlen, so läuft, u.a. und insbesondere in eu-ropa.

...

Mehr noch und sehr wesentlich, hat Russland mit den neuen Waffensystemen nun einen Graubereich eingeführt, eine Zone zwischen den Extremen und vor allem entfernt vom absoluten atomaren Zerstörungsszenario, eine Zone, die einen Rückweg in die konventionelle Kriegsführung eröffnet.

Springen wir nochmal zu trump und tillerson. Was war – aus trumps Sicht – tillersons Aufgabe? Na, den eigenen Rückzug zur einträchtigen Einnahmequelle zu machen (plus ein bisschen Taktieren). trump holte doch nicht etwa zufällig einen international erfahrenen und bekannten „deal-maker“ ins Aussenministerium. Wie aber sieht das tatsächliche Ergebnis aus? In Syrien ist die Situation nicht nur an die Wand gefahren, sondern an eine schwer bewaffnete Wand (und der Jahrzehnte lang treue Vasall türkei ist fast schon zum offenen Feind geworden) und in Sachen Nord-Korea hat man sich zum Affen gemacht.

Ich habe tillersons Entlassung vorhin als eine Reaktion washingtons auf Putins Ansage eingeordnet. Aber es geht noch genauer: tillerson wurde unmittelbar nach dem russischen „auf die freche Fresse könnt ihr haben!“ zu Syrien entlassen.
Ein Krieg mit Russland ist das absolut Letzte, was die amis gebrauchen können und, schlimmer noch, er würde notwendig verloren, was auch den äusserst schmerzhaften  Entfall der Grundlage für die washingtoner Geschäftsidee, sich den Rückzug vergolden zu lassen, bedeuten würde.
Und Russland war nicht zimperlich. Der Kreml ließ unverblümt wissen, dass ein Angriff auf auch nur einen russischen Soldaten als Angriff auf Russland aufgefasst würde – und, noch deutlicher – dass man keinen einzigen Militärangehörigen aus syrischen Einheiten und Einrichtungen abzuziehen gedenke.

Hier muss ich ein weiteres Mal auf Putins Ansprache blicken, denn sie zeigte eine klare Änderung in der russischen Grundposition auf. War diese bisher, fast möchte man sagen bis ins Besinnungslose, auf Frieden, Instrumente zum Frieden und Wege Richtung Frieden und friedliches Miteinander ausgerichtet, so hat Putin nicht nur Waffen vorgeführt, sondern zugleich eine wesentliche Richtungsänderung eingeläutet: Seit Putins Ansprache kommen aus Russland Äusserungen mit einer absolut angemessenen aber bislang unbekannten Schärfe – bis hin zum „wenn ihr Krieg wollt, dann werdet ihr Krieg kriegen!“ bezüglich Syrien.

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 macron ist ein teil des tiefen staates..
Die Außenpolitik des Präsidenten Macron
von Thierry Meyssan. | Damaskus (Syrien)  

Laut Präsident Macron, „France is back“ (in englischer Sprache im Text). Frankreich würde wieder eine internationale Rolle spielen wollen, nach einem Jahrzehnt des Identitätsverlustes. Aber Emmanuel Macron hat nie klar gestellt, welche Politik er beabsichtigt zu betreiben. Thierry Meyssan analysiert die Kehrtwende, die gerade begonnen hat, indem er die Elemente, die er bereits in diesen Kolumnen besprochen hat, in den europäischen Kontext und in die Geschichte des Landes rückt.

Als Emmanuel Macron Präsident der französischen Republik geworden ist, wusste er nichts über internationale Beziehungen. Sein Mentor, Jean-Pierre Jouyet, Leiter der Generalinspektion der Finanzen (ein staatlicher Apparat von 300 hohen Beamten), ließ ihm eine beschleunigte Ausbildung zukommen.

Das Ansehen Frankreichs war durch die beiden vorherigen Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande deutlich geschwächt worden. Wegen der Abwesenheit von Prioritäten und den unzähligen Wendungen wurde die französische Position nun als "inkonsistent" betrachtet. Er begann daher seine Amtszeit mit Besuchen von vielen Staats- und Regierungschefs, und zeigte damit, dass Frankreich imstande sei, mit allen zu sprechen, und sich als Vermittlermacht neu zu positionieren.

Nach dem Händeschütteln und den Einladungen zum Abendessen musste er seiner Politik Inhalt verleihen. Jean-Pierre Jouyet [1] schlug vor, im atlantischen Lager zu bleiben und gleichzeitig auf die amerikanischen Demokraten zu setzen, die seiner Meinung nach ins Weiße Haus zurückkehren sollten, vielleicht sogar noch vor den Wahlen von 2020. Frankreich sollte, obwohl die Briten die Europäische Union verlassen, seine Allianz mit London enger knüpfen und gleichzeitig seine Beziehungen mit Berlin beibehalten. Die Union sollte auf die Steuerung des Euro neu ausgerichtet werden. Die EU würde dem freien Handel mit Partnern, die ihn nicht respektieren, ein Ende setzen und große Internet-Unternehmen aufbauen, die fähig wären mit denen der GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) zu konkurrieren. Sie sollte sich auch mit einer gemeinsamen Verteidigung gegen den Terrorismus ausstatten. Mit ihren Verbündeten würde sie den Kampf gegen den russischen Einfluss aufnehmen. Schließlich würde Frankreich seine militärische Aktion in der Sahelzone und in der Levante fortsetzen.

Im September 2017 wurde Jean-Pierre Jouyet als Botschafter von Frankreich nach London berufen. Im Januar 2018 erfüllten Frankreich und das Vereinigte Königreich ihre diplomatische und militärische Zusammenarbeit wieder mit Leben [2]. Immer noch im Januar bildeten die zwei Staaten eine geheime Instanz, die "kleine Gruppe", um die französisch-britische Kolonisierung der Levante wiederzubeleben [3].

Diese Politik, die nie in der Öffentlichkeit diskutiert worden ist, lässt die Geschichte Frankreichs und die Anfrage Deutschlands außer Betracht, eine gewichtigere Rolle in der internationalen Politik zu spielen. Die vierte Wirtschaftsmacht der Welt wird in der Tat, siebzig Jahre nach ihrer Niederlage, noch immer in einer zweitrangigen Rolle gehalten [4].

Bezüglich der arabischen Welt hat Präsident Macron – Absolvent der Ecole Nationale Administration (ENA) und ehemaliger Partner von Rothschild & Co - den Standpunkt seiner beiden Berater zu diesem Thema angenommen: des Franco-Tunesiers Hakim El Karui – auch ein ehemaliger Partner von Rothschild & Co - für den Maghreb und den ehemaligen Botschafter in Damaskus, Michel Duclos - ein Absolvent der ENA - für die Levante. El Karui ist kein Produkt des republikanischen Zusammenschlusses, sondern der transnationalen Gross-Bourgeoisie. Er wechselt von einem republikanischen Diskurs auf internationaler Ebene zur einem anderen, gemeinschaftlichen Diskurs, auf inländischer Ebene. Duclos ist ein echter in den USA unter G. W. Bush von Jean-David Levitte ausgebildeter Neokonservativer [5].

Aber El Karui hat noch immer nicht verstanden, dass die Muslim-Brüder ein Instrument des britischen MI6 sind, und Duclos hat nicht verstanden, dass London die Sykes-Picot-Sazonow Abkommen nichtverarbeitet hat, die ihm die Hälfte seines Imperiums im Nahen Osten gekostet haben [6]. Die beiden Männer sehen daher kein Problem für die neue "Entente Cordiale" mit Theresa May.

Man kann jetzt schon einige Widersprüche in dieser Politik sehen. Gemäß den Beschlüssen der "kleinen Gruppe" hat Frankreich die Gewohnheit des Teams von Präsident Hollande wieder aufgegriffen, in der UNO die Positionen seiner Mitarbeiter in der syrischen Opposition zu verbreiten (von jenen, die sich auf die Fahne des französischen Mandats über Syrien berufen [7]). Aber die Zeiten haben sich geändert. Der im Auftrag von Frankreich an den Sicherheitsrat gesendete Brief des amtierenden Präsidenten der „syrischen Verhandlungskommission“, Nasr al-Hariri, beleidigt nicht nur Syrien, sondern auch Russland [8]. Er beschuldigt eine der beiden militärischen Großmächte der Welt [9], Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen, was gegen die "vermittelnde" Position eines ständigen Mitgliedes des Sicherheitsrates verstößt. Wenn Moskau auch vorgezogen hat, diese verbale Entgleisung zu ignorieren, reagierte Damaskus schroff darauf [10].

Letztlich unterscheidet sich die Politik von Emmanuel Macron wenig von der von Nicolas Sarkozy und François Hollande, auch wenn sie sich wegen der Anwesenheit von Donald Trump im Weißen Haus mehr auf das Vereinigte Königreich als auf die Vereinigten Staaten stützt. Der Elysee-Palast verfolgt die Idee einer wirtschaftlichen Erholung für seine multinationalen Unternehmen, nicht in Frankreich, sondern in seinem ehemaligen Kolonialreich. Es handelt sich um die gleiche Wahl wie die des sozialistischen Guy Mollet, einem der Gründer der Bilderberg-Gruppe [11]. Im Jahr 1956 schloss der der damalige französische Premierminister (Président du Conseil der 4. Republik Anm. d.Ü) ein Bündnis mit London und Tel-Aviv, um seinen Anteil an dem von Präsident Gamal Abdel Nasser verstaatlichten Suezkanal zu retten. Er schlug seinem britischen Amtskollegen, Anthony Eden vor, dass Frankreich dem Commonwealth beitrete, dass es der Krone Treue schwöre, und dass die Franzosen den gleichen Staatsbürgerschafts-Status wie die Iren von Nordirland annähmen [12]. Dieser geplante Verzicht auf die Republik und die Integration Frankreichs in das Vereinigte Königreich unter der Autorität der Königin Élisabeth II. wurde nie öffentlich diskutiert.

Egal, was das Ideal der Gleichberechtigung aus dem Jahr 1789 war und die Ablehnung des Kolonialismus bedeutete, welche die Franzosen anlässlich des misslungenen Putsches von 1961 zum Ausdruck brachten [13], in den Augen der Macht bleibt die Außenpolitik von der Demokratie ausgeschlossen.

 


Warum bekommt Deutschland keinen Friedensvertrag
und darf keine Verfassung in eigener Souveränität beschliessen?

Quelle: nachgerichtet In der Truppe rumort es offenbar schon länger. Es gibt Sie, aktive und ehemalige Soldaten die ihre Stimmte gegen die Regierung Merkel und die USA erheben. In diesem Artikel spricht der ehemalige Oberstleutnant a.D. Max Klaar und heutige Vorsitzende[1] des Verbands deutscher Soldaten, Klartext.

Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen kritisiert er die anhaltende Besatzung Deutschlands durch die Amerikaner und warnt Merkel und die USA Besatzer mit dem berühmten Zitat von Carl Theodor Körner (Deutscher Dichter) [13]: "Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, und dem Volke zum Spott! Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!"

Dann gnade Euch Gott!