Arbeitsgruppe regionale Vertragslandwirtschaft für Milch und Milchprodukte
c/o Florian und Evelyn Buchwalder, 4253 Liesberg

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Genossenschaft Bergkäserei Spitzenbühl

http://www.spitzenbuehl.ch/
Global denken - Lokal handeln
Zweck der Genossenschaft
Erstellung einer Hofkäserei auf dem Spitzenbühl. Die Genossenschaft soll die vor Ort produzierte Milch übernehmen und zu verschiedenen Produkten für den Privatgebrauch der GenossenschafterInnen verarbeiten.
Was bewegt uns dazu?
Unsere Lebensmittel werden heute um den halben Globus transportiert, sie werden immer stärker verarbeitet und mit Zusatzstoffen angereichert. Dies alles um am Schluss die Hälfte unverbraucht zu entsorgen. All diese Gründe und der Wachstumsdruck der Verarbeitungsindustrie führen dazu, dass die Preise für die Rohprodukte der Bauern ständig gedrückt werden. In der Schweiz -25% für die Milch in den letzten 20 Jahren. Die Bauern sind so gezwungen ebenfalls in eine intensivere Produktion zu investieren oder aufzugeben. Für uns sind beide Wege nicht richtig und wir wollen deshalb zusammen mit Konsumenten eine direktere und fairere Nahrungsmittelversorgung aufbauen. Die Form der Genossenschaft überzeugt uns, weil sie grundsätzlich als krisenresistent gilt, da sie von der Spekulation abgekoppelt ist.
Wie werde ich GenossenschafterIn und was heisst das für mich?
Wer sich entscheidet GenossenschafterIn zu werden, kauft einen Anteilschein im Wert von Fr. 750.-. Dieser Betrag ist einmalig und wird im Falle eines Austrittes aus der Genossenschaft wieder zurück bezahlt. Als GenossenschafterIn besteht die Möglichkeit, ein Abonnement für eine wöchentliche Lieferung von Milch-produkten zu machen. Entweder ein kleiner Korb à Fr 16.- / Woche (ca. Fr. 800.- / Jahr) oder ein grosser Korb à Fr. 34.- / Woche (ca. 1700.- / Jahr). Diese Angebote wurden durch eine Arbeitsgruppe festgelegt, sie können jedoch jährlich an der Genossenschaftsversammlung angepasst werden. Nach dem Prinzip der Vertragslandwirtschaft werden die Abos vorausbezahlt, um die Produktion sicher zu stellen.
Mehr zur Vertragslandwirtschaft finden Sie hier: www.fracp.ch.
Deine Vorteile:
Du weisst woher deine Nahrungsmittel kommen und wie sie produziert wurden
Versorgung mit gesunden, regionalen Bio-Produkten
Keine giftigen Zusatzstoffe
Gutes Gewissen beim Essen. In unseren Produkten steckt weder Sklavenarbeit, noch umweltschädigende Produktionstechnik
Mitsprache über Menge, Preis und Qualität
Weniger Einkaufsstress durch einmalige Bezahlung und Lieferung ins Wohnquartier
Weniger Abfall durch konsumangepasste Produktion und weniger Verpackung, Auszeichnung und Werbung
Grosser Beitrag an den Umweltschutz durch wenig Transport. Produktion und Verarbeitung mit erneuerbarer Energie vor Ort, Konsum in der Region
Erhalt unseres Familienbetriebes in Liesberg
Weiterhin Pflege unserer Intakten Natur gewährleistet
Investition in eigene Ernährung, statt in undurchschaubare Finanzprodukte
Die gesamte Wertschöpfung bleibt in der Region. Beim Bau der Käserei bevorzugen wir ebenfalls regionale Unternehmen, am liebsten Genossenschaftsmitglieder
Inhaltlich hochwertige Nahrungsmittel, weil kein umpumpen, transportieren, zwischenlagern, separieren und vermischen der Milch stattfindet
Ich habe die Möglichkeit mich durch freiwillige Mithilfe direkt an der Produktion meiner Nahrung zu beteiligen. (Es ist vorgesehen, an 2-3 Samstagen, die GenossenschafterInnen einzuladen selber auf dem Hof Hand anzulegen. Dabei geht es in erster Linie darum allen einen Einblick in die Arbeit auf dem Hof zu ermöglichen sowie den kulturellen Austausch und die Gemütlichkeit zu pflegen).
Neben den Milchprodukten im Abo besteht die Möglichkeit weitere Produkte vom Hof zu beziehen
Dieses Projekt entspricht der globalen Vision der Ernährungssouveränität nach dem Konzept von Via Campesina zur Verminderung von:
Hunger
Krieg
Migration
Kulturverlust
Umweltzerstörung etc.
Mehr www.uniterre.ch oder www.viacampesina.org.
Welche Schritte führen ans Ziel?
100 Genossenschaftsanteile respektive Fr. 75'000.- Startkapital bis Ende April 2013
Bau der Käserei während dem Sommer 2013
Produktionstests, Aufbau der Logistik Herbst 2013
Start für die Auslieferung der wöchentlichen Päckli Januar 2014
Endziel rund 200 Genossenschaftsanteile

 

 

Erste Milch-RVL in der Region Laufental, Basel und Le Locle
Aufruf zur Mitarbeit

Die regionale Vertragslandwirtschaft (RVL) verbindet ProduzentInnen und KonsumentInnen von Nahrungsmitteln in vertraglicher Form, mit dem Ziel, gemeinsam eine regionale, selbstbestimmte Ernährung zu organisieren. In der Schweiz existieren mehr als 30 solcher RVL-Initiativen, und zwar sowohl in der Deutsch- wie auch in der Westschweiz.

Die bisherigen RVL-Initiativen haben sich hauptsächlich auf Produktion und Konsum von Früchten und Gemüse konzentriert. Von Interesse wäre die RVL allerdings auch im Milchbereich, wo seit längerem Missstände herrschen. Die Produzentenpreise für Milch sind in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Die Produzenten haben innert kürzester Zeit einen Preiszerfall von bis zu 20 Rappen pro Liter hinnehmen müssen – und das bei gleichbleibendem Aufwand in der Produktion. Dies hat dazu geführt, dass derzeit rund 1000 Betriebe pro Jahr die Milchproduktion aufgeben müssen.

Angesichts dieser Missstände ist es Zeit, dass KonsumentInnen und ProduzentInnen das Heft selbst in die Hand nehmen – zum Beispiel mit der Gründung von RVL-Initiativen im Milchbereich, welche eine faire Entlöhnung der ProduzentInnen, ein Engagement und eine Mitsprache der KonsumentInnen und eine praktische Umsetzung der Ernährungssouveränität möglich machen.

Allerdings ist die Arbeit mit Milch- und Milchprodukten nicht so einfach wie mit Früchten und Gemüse. Deshalb wurde im vergangenen Jahr eine unabhängige Arbeitsgruppe bestehend aus KonsumentInnen, ProduzentInnen und Juristen gegründet, welche die beiden Pilotprojekte im Laufental und in der Region Le Locle tatkräftig unterstützt.

Im Hinblick auf erste öffentliche Informationsveranstaltungen im Frühjahr 2012 sucht die Arbeitsgruppe RVL Milch nun weitere interessierte KonsumentInnen und ProduzentInnen, welche sich in diesen beiden Pilotprojekten engagieren möchten. Vorschläge zu den Themen Verarbeitung, Verteilung usw. sind herzlich willkommen.

Kontaktadresse für alle weitere Fragen:

Evelyn und Florian Buchwalder
Hof Spitzenbühl
4253 Liesberg
032 422 01 29
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