Karabach-Konflikt

Bezüglich des aktuellen Karabach-Krieges gab es von meiner Seite bereits einen kurzen Kommentar vom 30. September:

Armenien hat sich Russlands Schutz zu Nutze gemacht und sich in diesem Konflikt stur gestellt. Seitdem es diesen Konflikt gibt. Russland will den Konflikt auflösen, aber Armenien stellt sich stur. Also ist in Armenien vor einiger Zeit ein Oppositioneller per Maidan an die Macht gekommen. Er hat die Ehre, Armenien durch eine unangenehme Zeit zu führen, in der sich Armenien wird beugen müssen. Kompromissbereitschaft ist gefordert, die notfalls, wie gerade jetzt, militärisch erzwungen werden wird. Russland beeilt sich nicht, zu Hilfe zu kommen. Putin hat den armenischen Häuptling per Telefon schon zwei mal abgespeist. Hier bahnen sich tiefgreifende regionale Veränderungen an. Die westliche Presse schweigt übrigens weitgehend zu diesem Konflikt (verglichen mit den vom Westen gesteuerten Farbrevolutionen im Sowjetraum). Daran erkennen Sie, dass das keine westliche Agenda ist.

Mit Armeniens Premierminister Paschinjan gab es insgesamt vier dokumentierte Telefonate seit Ausbruch des Krieges: am 27. September, 29. September, 2. Okrober und 5. Oktober. Alle auf Initiative der armenischen Seite. In allen ging es um den aktuellen Krieg. Putin drückte seine Besorgnis aus und betonte die Notwendigkeit des Waffenstillstandes. Punkt. Mehr nicht. Eine Aufforderung, die gleichermaßen an beide Seiten gerichtet war, ohne Bevorzugung von Armenien.

In der Zwischenzeit, am 1. Oktober, gaben Russland, USA und Frankreich eine kurze gemeinsame Erklärung ab: Wir sind sehr besorgt, wir rufen beide Seite dringend dazu auf, die Kriegshandlungen einzustellen.

EU und die USA haben damit zu verstehen gegeben, dass sie sich aus dem Konflikt heraushalten – sie unterstützen keine der beiden Seiten.

Am 7. Oktober wurde Putin in einem Interview deutlicher: Russland hat Verpflichtungen gegenüber Armenien, was gemeinsame Verteidigung angeht, aber der Konflikt spiele sich gar nicht auf armenischem Territorium ab.

Tja, sowas aber auch…

Bergkarabach gehört laut Pariser Friedenskonferenz von 1920 und laut Beschluss der Sowjetunion von 1921 zu Aserbajdschan. Wohnen tun dort aber seit Ewigkeiten ethnische Armenier. Es ist also nicht einfach.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind viele Leser dieses Blogs schwer an diesem Konflikt interessiert (warum auch immer) und suchen sich Informationen dazu. Was man dazu in alternativen Quellen findet, dürfte gut und gerne zu tiefer Besorgnis oder gar Panikattaken führen. Da schaut doch der Putin zu, wie Erdogan über seinen aserbaidschanischen Proxy Russlands treuen Partner Armenien fertig macht. Söldner aus Syrien sollen in Karabach am Werke sein. Alles ist verloren?!

Schauen wir uns an, was Putin am 14. Oktober mit Erdogan zu besprechen hatte. Sie haben ausführlich über Karabach gesprochen, beide sind schwer für eine politische Lösung des Konflikts. Putin ist besorgt über die Söldner aus Nahost. Putin erhofft sich von der Türkei einen konstruktiven Beitrag zur Deeskalation.

Moment mal. Das klingt doch alles nicht nach Konflikt zwischen Putin und Erdogan? Putin ruft die Türkei nicht auf, sich herauszuhalten. Putin erwartet einen konstruktiven Beitrag der Türkei im Konflikt. Merken Sie den Unterschied?

Weiter. Putin und Erdogan haben über Syrien und Libyen gesprochen und die effektive Koordination hervorgehoben, die zur Stabilisierung und einem Voranschreiten auf dem politisch-diplomatischen Parkett in diesen beiden Gebieten beiträgt.

Moment mal. Erzählen nicht tausend (u.a. alternative) Medien, dass Russland und Türkei sich in Libyen einen Krieg gegeneinander liefern? Tun sie. Aber was interessieren uns (alternative) Medien, wenn wir für die Beziehung zwischen Putin und Erdogan Primärquellen haben? Zwischen Russland und Türkei gibt es in Syrien und Libyen eine effektive Koordination. Zitat von Putins offizieller Quelle. Bezüglich Karabach gibt es von Putin die Erwartung eines konstruktiven Beitrages der Türkei. Zitat von Putins offizieller Quelle. An allen drei Schauplätzen, wo Russland und Türkei angeblich gegeneinander im Krieg sind, klingt es aus Putins Mund so, als ob sie sehr gut miteinander agieren.

In militärischer Hinsicht verliert Armenien übrigens. Ach ja, die von der Türkei ausgesandten Söldner. Wall Street Journal berichtet davon. Da heulen sich die Söldner aus, weil es unter ihnen so viele Verluste gibt. Viele wollen nach Hause. Irgendwo in Artikeln oder Kommentaren haben wir schon das Thema gehabt, dass die Söldner des syrischen Krieges ein Problem sind, dessen man sich entledigen muss, und dessen man sich unter anderem dadurch entledigen kann, indem man die Söldner in anderen Konfliktherden verheizt. So wie in Karabach. Von wo die Söldner schon weg wollen, obwohl sie auf der Seite der militärischen Sieger kämpfen. So ein Zufall aber auch.

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"Linker Widerstand" für Biden und gegen Trump
hilft Neocons bei Fortsetzung illegaler US-Invasionen

"Linker Widerstand" für Biden und gegen Trump hilft Neocons bei Fortsetzung illegaler US-Invasionen

Trump bezeichnet die US-Invasion im Irak als "eine Katastrophe", und er will "endlose Kriege" beenden und die US-Truppen nach Hause bringen. Das hat die Bestrebungen des tiefen Staates befeuert, ihn mit allen Mitteln aus seinem Amt zu entfernen. Die Falken wollen, dass Biden gewinnt.

von Michael Rectenwald

In meinem kürzlich erschienenen Beitrag Gefahr eines Bürgerkrieges habe ich die merkwürdige und paradoxe Zusammensetzung des "linken Widerstandes" gegen Trump skizziert. Allerdings habe ich dabei eine wichtige "Interessengruppe" innerhalb des "tiefen Staates" nicht erwähnt, die darauf abzielt, Trumps Präsidentschaft um jeden Preis zu unterminieren – nämlich die neokonservativen Falken beider großen politischen Parteien und unter den Angehörigen des Militärs und der Geheimdienste, die sich parteipolitisch nicht einordnen lassen.

Er ist wieder da: Trump nach negativen Corona-Tests zurück auf Wahlkampftour.

Zu diesem Personenkreis gehören natürlich Mitglieder der höchsten militärischen und geheimdienstlichen Führungsebene. Aber auch deren Auftragnehmer, einschließlich derer, die vom bürokratischen Apparat angestellt wurden, um Trumps erste Kandidatur für die Präsidentschaft zu vereiteln, indem sie versuchten, ihm "russische Absprachen" anzuhängen.

Verurteilt doch Trump so viel Ihr wollt. Es ist ja in Mode und leicht, das zu tun. Dieser Trend ist durch die etablierten US- und internationalen Medien längst über den Atlantik geschwappt. Aber die Kritiker müssen entweder uninformiert oder unaufrichtig sein, um Trump ernsthaft mit Hitler zu vergleichen. Schließlich war Hitler ein faschistischer Machthaber und Chauvinist, versessen auf Militarismus und weltweite Expansion. Trump ist nichts dergleichen.

Die Trump-Doktrin

Ganz im Gegenteil: Trump will keinen Expansionismus betreiben. Er beharrt auf der Missbilligung der endlosen Kriege im Mittleren Osten und in Afghanistan. Trump hat seit Beginn seiner Präsidentschaft Truppen aus beiden Regionen abgezogen. Berichten zufolge vereiteln zwar Generäle seine Bemühungen für einen vollständigen Rückzug. Aber vielleicht ist er willens, ihre Befugnisse zu ignorieren und die Sache selbst in die Hand zu nehmen, wenn ihm eine zweite Amtszeit gewährt wird.

Während Trump zwar für eine Stärkung des Militärs eintritt, geht es in der Trump-Doktrin insgesamt jedoch um eine besondere Form des populistischen amerikanischen Nationalismus. Dazu gehört eine Außenpolitik, die aus der republikanischen Politik des 19. Jahrhunderts herrührt. Diejenigen, die sich zu dieser Politik bekennen, sind traditionell nicht interventionistisch und fordern zugleich, dass der nationalen Selbstbestimmung, dem Schutz der nationalen Souveränität durch sichere Grenzen und der Förderung nationaler Eigeninteressen gegenüber internationalen oder globalen Verstrickungen Vorrang eingeräumt werde.

Trump hat angedeutet, dass die militärische Führung dagegen Kriege auch beginnen möchte, um die Rüstungsindustrie zu bereichern.

Das Gezeter des politischen Establishments über Trumps militärische Außenpolitik soll diese Interessen des militärisch-industriellen Komplexes verschleiern. Und die Interessen des militärisch-industriellen Komplexes dienen der eigenen Expansion und den daraus resultierenden Profiten.

Warum die Falken Biden wollen

Trumps Außenpolitik einer begrenzten Anwendung militärischer Gewalt steht im Gegensatz zu jener der Regierungen Bush/Cheney und Obama/Biden. Beide folgten den Befehlen von neokonservativen Falken. Obama brüskierte seine eigene "linke" Basis, als er viele hochrangige Mitglieder aus dem Kabinett von George W. Bush übernahm, darunter den Verteidigungsminister und Kriegstreiber Robert Gates. Selbstverständlich stimmte auch der damalige Senator Joe Biden 2002 für die Invasion in den Irak und hat sich dafür stark gemacht.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg am 9. Oktober 2020 bei einer Fridays for Future-Protestveranstaltung vor dem schwedischen Parlament Riksdagen in Stockholm.

Die Obama-Regierung setzte die Kriege der Bush-Regierung im Irak und in Afghanistan nicht nur fort, sondern weitete sie mit alle Rekorde übertreffenden Bombenangriffen in Afghanistan, Irak, Syrien, Somalia, Jemen, Pakistan und Libyen aus. Es sei daran erinnert, dass es Obama war, der den sechzehnjährigen US-Bürger Abdulrahman al-Awlaki mit einer Drohne ermordet hat. Abdulrahman war der Sohn des mutmaßlichen Al-Qaida-Kämpfers (und amerikanischen Staatsbürgers) Anwar Awlaki, den Obama zwei Wochen zuvor im Jemen mit einer Drohne ermorden ließ. Fairerweise muss darauf hingewiesen werden, dass erst 2017 auch ein US-Angriff im Jemen zum Tod von Abdulrahmans 8-jähriger Schwester führte. Aber es war wiederum Obama, der auch diesen Konflikt im Jemen eskalieren ließ.

Das internationale Abenteurertum von Obama und Biden führte zur Invasion in Libyen und zur Ermordung von Muammar al-Gaddafi, und damit zu eine Eskapade, die dieses Land destabilisierte und damit direkt zur Bewaffnung von Dschihadisten führte. Unter Obama bewaffneten und trainierten das Pentagon und die CIA syrische "Rebellen", die gegen Baschar al-Assad kämpften und von denen viele dann beim ISIS-Kalifat landeten. Eine legendäre Schlagzeile der Los Angeles Times aus dem Jahr 2016 brachte es auf den Punkt: "In Syrien kämpfen die vom Pentagon bewaffneten gegen die von der CIA bewaffneten Milizen." Interessanterweise war es Trump, der die Ausbildung der so genannten "gemäßigten" syrischen Rebellen durch die CIA beendete, die die Assad-Regierung stürzen wollten.

Obama wurde 2008 aufgrund seines Versprechens gewählt, den Krieg von George W. Bush im Irak zu beenden, einen Konflikt, den er – wie er sagte – von Anfang an abgelehnt hätte. Stattdessen weiteten Obama und seine Kriegstreiber diesen Krieg noch aus und ließen noch weitere folgen. Und all dies, nachdem Obama 2009 (vorab, ohne nachvollziehbaren Grund) den Friedensnobelpreis erhalten hatte.

Die militärische Eskalation unter Obama und Biden erklärt sicherlich, warum der tiefe Staat heute wieder Biden gegenüber Trump bevorzugt. Aber was ist mit den Wählern? Indem der "linke Widerstand" Trump ablehnt und Biden bevorzugt, unterstützt er die Fortsetzung der fragwürdigen und illegalen US-Invasionen und der endlosen Kriege. Das ist wirklich eine Glanzleistung. Auf der anderen Seite wünschen sich die Wähler, die eine Nichteinmischung und den Truppenabzug befürworten, den Republikaner Donald Trump.

Sagt mir also noch einmal: Wer ist "links" und wer ist "rechts" vor dieser US-Präsidentschaftswahl?

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Übersetzung aus dem Englischen
Michael Rectenwald war Professor für Geisteswissenschaften an der New York University (2008 bis 2019) und ist Autor vieler Bücher.

Mehr zum Thema - Sechs Gründe, warum die USA kurz vor dem politischen und sozialen Zusammenbruch stehen

 


Die Bombe ist geplatzt: Russiagate ist frei erfunden – Hillary Clinton und Obama waren Komplizen (+Video)

https://dieunbestechlichen.com/2020/10/die-bombe-ist-geplatzt-russiagate-ist-frei-erfunden-hillary-clinton-und-obama-waren-komplizen-video/
19. Oktober 2020

Natürlich schweigen die Mainstreammedien eisern, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Fast zwei Jahre haben die Clintons und auch Obama – wohl wissend, was sie tun – die Nation und die Welt in Atem gehalten und einen Riesenwirbel veranstaltet mit der Behauptung, Russland habe auf hinterlistige Weise dem Milliardär Donald Trump zum Wahlsieg und zum Amt der Präsidenten verholfen. Jetzt, drei Wochen vor der Präsidentschaftswahl kommt die Verschwörung gegen Präsident Trump in voller Schönheit an die Öffentlichkeit. Ein langersehnter Triumph für das Lager der Trump-Fans. Ein exakt platzierter Schlag von Donald Trump, der den Gegner schwer angeschlagen hat. Bis zum Wahltermin werden sich die Democrats nicht mehr davon erholen.

Die Antwort des Sprechers Hillary Clintons konnte nur mühsam mit einem „alles frei erfundener Unsinn“ parieren, was ihm aber niemand mehr abnimmt. Das, was man auf Seiten der Democrats versuchte, als „Lila Revolution“ hochzupushen (zeitweise trugen die Herren Lila Krawatten und die Damen Lila Kleidung oder Acessoires), war eine der größten und erfolgreichsten Täuschungs- und Geheimdienstaktionen in der Geschichte der USA – über fast zwei Jahre.

Hier ein deutsch synchronisierter Bericht:

Sehr wahrscheinlich besaß Präsident Trump die Unterlagen und Beweise für diese Aktion schon die ganze Zeit. Er ließ aber immer nur hier und da etwas heraus, im Großen und Ganzen aber hielt er die Sache am Köcheln, um sie damit immer größer und bekannter zu machen. Gescheiterte Impeachment-Verfahren (Verfahren zu Absetzung des Präsidenten) wurden immer abgewehrt. Jetzt, drei Wochen vor der Wahl packt POTUS (President Of The United States) den ganzen, stinkenden Unrat an bezahltem Komplott auf den Tisch des Weißen Hauses.

Und all die, die immer gegen Präsident Trump gearbeitet haben, die CIA, das FBI, der britische MI6 sowie Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama haben jetzt mehr als ein Imageproblem am Hals.

Wie die von Präsident Trump freigegebenen Geheimdienstinformationen zeigen, heckte die damalige Präsidentschaftskandidatin des DNC (Democratic National Convention), Hillary Clinton, schon ganz früh den Plan aus, ihren Widersacher Trump als einen von Moskau gesteuerten „Usurpatoren des Präsidentenstuhls“ darzustellen und damit quasi in die Nähe eines „feindlichen Agenten“ zu rücken.

Man engagierte einen ehemaligen britischen Geheimdienstmann, Christopher Steele, um ein Dossier zusammenzustellen. Der Ex-MI6-Agent wurde aus der Kasse der Präsidentschaftskampagne für die Fabrikation eines Dokuments bezahlt, das mit vagen Hinweisen und erfundenen Behauptungen eine Beweiskette konstruierte, die fast zwei Jahre lang heftigst umstritten war.

Den Anfang setzte die Behauptung des DNC bereits im Juni 2016, vor der Wahl. Es wurden Dokumente veröffentlicht, die die höchst unfaire Manipulation von Hillary Clinton enthüllte, die im Vorfeld der Wahl 2016 ihren Konkurrenten und wesentlich beliebteren Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders aus dem Rennen warf. Frau Clinton startete sofort eine Gegenoffensive durch ein wild hochgepushtes Ablenkungsmanöver und behauptete, die Russen hätten ihren Computer gehackt.

Die nächste Stufe war logisch, Hillary Clinton beschuldigte Präsident Trump einer Verschwörung mit Russland, er selbst habe die Russen gebeten, ihre Mails zu hacken. Dabei trat der eigentliche Skandal in den Hintergrund, dass Frau Präsidentschaftskandidatin Clinton eklatant gegen Sicherheitsregeln verstoßen hatte, indem sie besagte Mails auf ihrem privaten Rechner liegen hatte (und sie dann auch eiligst löschte), so dass sie eben leicht gehackt und von WikiLeaks veröffentlicht werden konnten. Frau Clinton hatte – absolut leichtsinnig und unverantwortlich – sogar ihre dienstliche Korrespondenz als Außenministerin auf ihrem privaten Rechner und Server betrieben. Es ging im Grunde darum, diesen E-Mail-Skandal zu vertuschen, indem sie einen russischen Hackerangriff vortäuschte, den sie praktischerweise dem ihr verhassten Präsidenten Trump unterschob.

Das Ganze nahm immer größere Dimensionen an und diente dann dazu, den Präsidenten abzusetzen, was misslang. Nun aber hatte Frau Hillary Clinton ein massives Problem (im Volk auch liebevoll „Killary“ genannt, weil unter den Menschen, die Belastendes über sie zu berichten wussten, eine mysteriöse Neigung zu frühzeitigem, meist gewaltsamem Ableben grassierte). Die „Russiagate“-Affäre hatte enorme Ausmaße angenommen, und es wurde immer schwieriger, diejenigen Amtsträger und Untersuchungsleiter einzusetzen oder einzuschüchtern, die die ganze Sache untersuchen sollten. Sonderberater Robert Mueller tat sein Bestes und unternahm mehrere Ansätze, Präsident Trump aus dem Amt zu jagen. Vergeblich. Es gab einfach keine Beweise für die russische Verbindung, keinen einzigen. Das bezeugte auch James Clapper, der damalige Geheimdienstdirektor vor dem Untersuchungsausschuss. Es stellt sich heraus, dass die Geheimdienste, auch der damalige CIA-Direktor John Brennan, sehr wohl die Hintergründe kannten, sich aber nicht öffentlich eindeutig äußerten.

Das Steele-Dossier erschien dann etwa zur selben Zeit, um die Behauptungen der Clintons zu untermauern. Aber – obwohl das FBI selbst das Dossier als einen Fake betrachtete, benutzte es das zweifelhafte Papier, um eine Erlaubnis zur Überwachung von Trumps Mitarbeitern unter dem „Surveillance Act“ zu bekommen. Es gab sogar einen Haftbefehl gegen Präsident Trumps Wahlhelfer Carter Page. Dieser Haftbefehl sowie alle weiteren, die auf dem Steele-Dossier beruhen, wurden mittlerweile für ungültig erklärt: Die seinerzeitige, noch amtierende Obama-Regierung hatte rechtswidrig die Haftbefehle beantragt.

Man kann nur noch einmal sagen, dass der von den Democrats als halb-debile, mit Russland kungelnde, vollkommen unfähig dargestellte Präsident Trump sich als der weit bessere und strategischer Denkende entpuppt hat. Er hat nur mit kleinen Vorstößen taktiert, seine Unterstützer bei der Stange gehalten, immer wieder versprochen, den „Deep State“ zu enttarnen. Jetzt, wo es in wenigen Wochen um die zweite Amtszeit geht, feuert er die über lange Zeit sorgsam aufgestellten und aufmunitionierten Geschütze ab. Es ist damit zu rechnen, dass er die Wahl gewinnt.

Allerdings würde dann in den USA die Hölle losbrechen und eine Woge der Gewalt die große Nation destabilisieren. Das wiederum würde dem Präsidenten freie Hand für ein hartes Durchgreifen geben: Notstandsgesetze und der Einsatz von bewaffneten Milizen könnten die Sache nicht befrieden. Präsident Trump könnte dann den Ausnahmezustand feststellen – und dann würde es so bald keine Wahlen mehr geben. Die USA als Weltmacht wird sich vielleicht neu erheben – oder sehr wahrscheinlich für lange Zeit abtreten.


 

 

Der US-unterstützte Putsch ist an der Einigkeit der Bolivianer gescheitert

Der US-unterstützte Putsch ist an der Einigkeit der Bolivianer gescheitert
Anhänger von Luis Arce feiern vor dem Hauptquartier der Partei Bewegung zum Sozialismus (MAS), 19. Oktober 2020 in La Paz, Bolivien.

 

Aus den Umfragen geht hervor, dass die Bewegung zum Sozialismus im ersten Wahlgang die Regierung von Jeanine Áñez gestürzt und bewiesen hat, dass der von den USA unterstützte Putsch im vergangenen Jahr nur ein Zwischenfall in der ansonsten stetigen Entwicklung der Nation war.

von Bradley Blankenship

Allen Widrigkeiten zum Trotz scheint die Bewegung zum Sozialismus (MAS), die Partei des ehemaligen Präsidenten Evo Morales, die Wahlen in Bolivien im ersten Wahlgang gewonnen zu haben. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass der Kandidat der MAS, Luis Arce, die Präsidentschaft gewonnen hat, und die Partei gewann auch den Kongress mit Bravour. Fast ein Jahr nach einem von den USA unterstützten Putsch unter der Führung von Jeanine Áñez (die Acre bereits auf Twitter zu seinem Sieg gratuliert hat) hat das bolivianische Volk seine Demokratie zurückerobert und ist bereit, seine Macht gegen die Kräfte des Neoliberalismus stärker als je zuvor zu konsolidieren.

Arce, der 57-jährige ehemalige Minister für Wirtschaft und öffentliche Finanzen unter Präsident Morales, war einer der Architekten der bolivianischen Wirtschaft – für das, was man einst das "bolivianische Wunder" nannte. Während der Regierung Morales, unter der er diente, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von etwa neun Milliarden US-Dollar (rund 7,6 Milliarden Euro) auf über 40 Milliarden US-Dollar (rund 34 Milliarden Euro), das Pro-Kopf-BIP verdreifachte sich, andere finanzielle und monetäre Schlüsselparameter wurden positiv bewertet, aber vor allem sank die extreme Armut von fast 38 Prozent auf 15 Prozent und die moderate Armut wurde fast halbiert.

Glückwünsche für Luis Arce, früherer Wirtschaftsminister Boliviens unter Evo Morales, zum haushohen Wahlsieg der MAS-Partei. 19. Oktober 2020

Die Verstaatlichung der Kohlenwasserstoffe war der Hauptfaktor, der zu diesem explosiven Wirtschaftswachstum beitrug. Dies war ein wichtiger Schritt nach der Abwahl der neoliberalen Regierung 2006 und der Machtübernahme von Morales und der MAS. Den multinationalen Konzernen war es nicht mehr erlaubt, die bolivianische Arbeiterklasse zu "verprügeln", um Ressourcen für einen Hungerlohn zu gewinnen – sie gehörten dem Volk, so die Position der MAS-Regierung.

"Unser Wirtschaftsmodell funktioniert auf einfache Weise: Wir nutzen etwas, das uns die Natur gegeben hat. Mit dem Neoliberalismus lag dieser Reichtum in den Händen der multinationalen Konzerne. Wir verstaatlichen, um einen Überschuss zu haben, der in zwei Phasen verteilt wird: Reinvestitionen für eine wirtschaftliche Basis und auf der anderen Seite der umverteilende Teil des Einkommens", erklärte Arce 2019 gegenüber der Deutschen Welle (DW) den wirtschaftlichen Erfolg des Landes.

Sozialismus mit menschlichem Antlitz

Während dies für den zufälligen Beobachter wie eine rote Übernahme Boliviens aussehen mag (die MAS ist schließlich eine unverändert sozialistische Partei), gab es keine gewaltsame Enteignung. Das heißt, das Verstaatlichungsprojekt der MAS war friedlich und eher ein Reformprogramm als eine gewaltsame Beschlagnahme der Produktionsmittel. Dies ist mehr oder weniger bezeichnend für das gesamte bisherige Programm der Partei – militant in der Sprache, aber diplomatisch in der Herangehensweise. Es war dieser energische Vorstoß in Richtung des bolivianischen Sozialismus – eines mit menschlichem Antlitz –, der eine Zeit beispielloser politischer Stabilität im Land schuf.

Nun hingegen war Bolivien im vergangenen Jahr in Bezug auf sein Wirtschaftsprogramm und seine Zivilgesellschaft fast nicht wiederzuerkennen – voller Unruhen, unfähig, die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln oder grundlegenden Gütern zu versorgen, gebrochen, korrupt und schlichtweg dysfunktional. Die Putschregierung von Jeanine Áñez, die von militärischen Führern und nicht von einer pluralistischen zivilen Führung gelenkt wurde, diente nur dazu, die Bolivianer wieder dem auszusetzen, was vor ihnen liegt, sollten sie den Weg des bolivianischen Sozialismus verlassen.

Und das ist die Bedeutung des Sieges von Arce in der ersten Runde: Der Sieg der MAS im Jahr 2020 ist mehr als nur eine Rückkehr von Evo, wie die westlichen Nachrichtenmedien behauptet haben, er ist die Konsolidierung jenes Projekts, für das er steht, zu etwas Dauerhaftem. Er zeigt, dass es sich bei dem Putsch nicht um eine versteckte Spaltung der Gesellschaft handelte, die in den Vordergrund gerückt wurde, sondern um einen vorübergehenden Rückschlag gegen eine ansonsten stetige Bewegung.

Áñez und das Putschregime haben von Menschen geführte Organisationen und die Linke im Allgemeinen brutal unterdrückt. Viele unschuldige Menschen sind gestorben oder inhaftiert worden, und sicherlich werden diese Wunden über Generationen offen bleiben, aber diese Gewalt hat die Entschlossenheit der Akteure innerhalb der Zivilgesellschaft nur gestärkt. Es handelt sich um eine Generation junger Menschen wie Orlando Gutiérrez, den Führer der kleinen bolivianischen Gewerkschaft, Andrónico Rodríguez, MAS-Senatskandidat und Campesino-Führer, sowie um Journalisten wie Ollie Vargas von "Kawsachun News".

Wie mit den Putschisten umgehen?

Diese Woche wird für die Zukunft Boliviens von entscheidender Bedeutung sein. Die schlechten Schauspieler, die in Bolivien die Macht übernommen hatten, und ihre Marionettenspieler, die aus der Ferne die Fäden ziehen, haben sicherlich noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt, und nichts und niemandem sollte vertraut werden, bis der Tag gekommen ist, an dem die Macht formell an das Volk zurückgegeben wird. Es bleiben ernsthafte Fragen zu den offiziellen Wahlergebnissen und dem friedlichen Machtwechsel, obwohl Áñez offenbar anerkennt, dass Arce gewonnen hat.

Aber wenn die Demokratie in Bolivien tatsächlich stark ist, wie das Putschregime immer wieder erklärte, dann deuten alle Anzeichen darauf hin, dass die MAS erneut die Macht übernimmt, und diesmal mit einem stärkeren Mandat als je zuvor.

Sicherlich wird es viele neue Herausforderungen für den designierten Präsidenten Arce geben, zum Beispiel die Frage, wie mit den Putschisten umgegangen werden soll oder ob die unter dem Putschregime unterzeichneten Verträge eingehalten werden sollen. Diese Entscheidungen werden die Aufmerksamkeit in Washington auf sich ziehen und man könnte ihn unter Druck setzen, insbesondere wenn US-Präsident Donald Trump seine Wiederwahl gewinnt. Aber mit einem starken internen Mandat würde Arce nicht ein gebrochenes und geteiltes Land erben, sondern ein wahrscheinlich viel stärker geeintes als im vergangenen Jahr.

Der Sieg Boliviens gegen alle Widerstände, gegen den Neoliberalismus ist in der Tat ein optimistischer Blick in die Zukunft und ein weiteres Beispiel dafür, wie sich die Welt in ein multipolares, dezentralisiertes Machtgleichgewicht verwandelt hat. Washington, das der Internationale Währungsfonds (IWF) offiziell als die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nach China in Bezug auf die Kaufkraftparität (KKP) quantifiziert hat, verliert stetig seinen Kampf gegen die sich immer stärker vereinigenden Kräfte der Entkolonialisierung.

Mehr zum ThemaWahlen in Bolivien – Militär und Polizei wachen über Urnengang während politischer Krise

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

 

Bradley Blankenship, ist ein in Prag ansässiger US-amerikanischer Journalist, politischer Analyst und freiberuflicher Reporter. Er hat eine syndizierte Kolumne beim China Global Television Network, wo er über die Politik in den Vereinigten Staaten, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Europa schreibt. Er ist auch freiberuflicher Reporter für internationale Nachrichtenagenturen, darunter die Xinhua News Agency. 


Schicksalsstunde:
Souveränität für friedliche Zusammenarbeit oder transatlantische Unterwerfung?

Schicksalsstunde: Souveränität für friedliche Zusammenarbeit oder transatlantische Unterwerfung?

Der Druck seitens Washingtons auf Deutschland zur Abkapslung von den eurasischen Mächten wächst weiter. Bald muss Berlin eine Entscheidung treffen: Setzt es die eigenen wirtschaftlichen Interessen aufs Spiel oder wird es einen Kurs für eine friedliche Zusammenarbeit einschlagen?...

 

"Tiergarten-Mord":
Selimchan Changoschwili – Ein Terrorist mit deutscher Aufenthaltserlaubnis

"Tiergarten-Mord": Selimchan Changoschwili – Ein Terrorist mit deutscher Aufenthaltserlaubnis
Plakate des im Berliner Kleinen Tiergarten ermordeten Selimchan Changoschwili wurden am 24. September vor der russischen Botschaft aufgestellt.

Die "tschetschenische Spur" taucht in Deutschland immer dann auf, wenn es notwendig ist, die "bösen Russen" und Russland im Allgemeinen für etwas verantwortlich zu machen. Ein Hintergrundbericht zu dem in Berlin ermordeten Tschetschenen von Alexander Sosnowski.

von Alexander Sosnowski

Heute ist es der Mordfall an Selimchan Changoschwili, einem sogenannten politischen Flüchtling, der letztes Jahr in Berlin getötet wurde. Die deutsche Presse porträtiert Changoschwili schon fast wie einen Helden, der gegen das "blutige Russland" für die Unabhängigkeit Tschetscheniens gekämpft hat. Das sollte unter dem Mikroskop betrachtet werden, denn das Leben und Werk des Tschetschenen waren mitnichten ein Hollywood-Blockbuster über einen Superhelden, der von bösen Mächten getötet wurde.

Selimchan Changoschwili in Kampfmontur mit dem Schwarzen Banner der Islamisten

Wer war Selimchan Changoschwili?

Schon während des Zweiten Tschetschenienkrieges war er Kämpfer in einer der wahhabitischen Kampfzellen in Tschetschenien. Im Internet kursieren Fotos, auf denen er den Terroristen Schamil Bassajew umarmt. In der Nähe befindet sich auch der Verbrecher und Mörder Ibn al-Chattab. Mit diesen Menschen war Changoschwili befreundet, und er kämpfte mit ihnen. Er war nie ein Verteidiger der Menschenrechte oder ein Kämpfer für die Freiheit seines Volkes.

Es genügt, sich an die tragischen Ereignisse in Beslan zu erinnern. Changoschwili gehörte zu den Militanten, die im September 2004 am schrecklichen Tod der Kinder in der Schule der Stadt beteiligt waren. Einige Quellen weisen darauf hin, dass er kein gewöhnlicher Soldat gewesen ist, sondern eine Gruppe befehligte, die dem Anführer Bassajew direkt unterstellt war. Bei der Geiselnahme in der Schule in Beslan starben 334 Menschen, darunter 186 Kinder. Changoschwili gehörte zu dieser Zeit zum engsten Kreis der Anführer der wahhabitischen Militanten.

Bereits im Vorjahr nahm der Tschetschene an einem Angriff auf eine Militärpatrouille in Inguschetien teil, bei dem 15 Menschen erschossen wurden. Er nahm auch am Angriff auf die Stadt Nasran im Juni 2004 teil. Wie viele Einwohner der Stadt sind damals gestorben? Ist dies jenen bekannt, die versuchen, Changoschwili als Freiheitskämpfer darzustellen? Um das noch einmal festzuhalten: 98 Menschen wurden damals getötet.

"Ich weiß, dass in Berlin ein Mensch gestorben ist", kommentierte Wladimir Putin den Fall Changoschwili. "Dies ist nicht einfach irgendein Georgier, sondern eine Person, die an Militäraktionen teilgenommen hat, ein Separatist. (...) Er war einer der Organisatoren der Explosionen in der Moskauer U-Bahn", fügte der russische Staatschef auf einer Pressekonferenz nach dem Gipfel im Normandie-Format hinzu.

"2004 beteiligte sich Changoschwili an der Planung und Vorbereitung von Terroranschlägen in Beslan und der Moskauer U-Bahn zwischen den Bahnhöfen Awtosawodskaja und Pawelezkaja. 2005 reiste er illegal mit einem gefälschten Pass nach Georgien", schreibt RIA Nowosti unter Berufung auf Quellen bei Sicherheitsbehörden.

Journalisten vor dem Gerichtssaal. Beginn des Prozesses um den Mord im Kleinen Tiergarten in Berlin am 7. Oktober 2020.

Wo immer dieser Mann auftauchte, hinterließ er eine Blutspur

Als der Zweite Tschetschenienkrieg endete, blieb Changoschwili nicht ohne Arbeit – er fand neue Herren, Geld und ein Dach. Er machte die Geheimdienste der USA und der Ukraine erfolgreich auf sich aufmerksam. Ein Kämpfer mit Erfahrung im Kampf gegen die "Russen" könnte für verschiedene verdeckte Operationen sehr nützlich sein. Er fiel dann den US-Geheimdiensten in die Hände und arbeitete gleichzeitig mit Georgien zusammen.

Auf diese Fakten macht The Daily Beast aufmerksam, das Changoschwili als einen bekannten Dschihadisten bezeichnet, der von US-Geheimdiensten rekrutiert wurde.

In Georgien wurde 2015 ein Mordversuch gegen ihn unternommen – man erzählt sich, jemand habe versucht, "Blutrache" an ihm zu üben. Die Tschetschenen vergeben keine Verbrechen an ihren Lieben. Und Changoschwili, der an vielen Attacken und Terrorangriffen im Kaukasus beteiligt war, hatte viel Blut vergossen. Um der Rache zu entkommen, ging er in die Ukraine. Dort lief es gut für ihn. Auf dem Maidan waren Spezialisten für Militäreinsätze gefragt, der Ex-Präsident Georgiens Micheil Saakaschwili war dabei, und Changoschwili blieb auch hier nicht ohne Arbeit.

Er zog nach Deutschland, wo ihm aus unbekannten Gründen der Status eines politischen Flüchtlings verliehen wurde. Neben der Tatsache, dass der Status eines politischen Flüchtlings für eine Person, die an terroristischen Anschlägen beteiligt war, viele Fragen an Deutschland aufwirft, ist nicht klar, warum kein Strafverfahren gegen ihn wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation eröffnet wurde.

Für jemanden, der aus Russland über die Ukraine nach Deutschland kommt, ist es nach deutschem Recht praktisch unmöglich, Flüchtlingsstatus und eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Trotzdem erhielt er diesen Status, und zusätzlich wurde in seinen Akten ein Vermerk eingetragen – "Schläfer" –, so berichtet die Presse.

Warum hat Deutschland das getan?

Liegt es daran, dass solche nebulösen Persönlichkeiten immer für gewinnbringende politische Zwecke eingesetzt werden können – um den Feind zu kompromittieren und ungünstige Bedingungen für Verhandlungen über wichtige politische Themen zu schaffen?

Bereits in den 2000er-Jahren spielte Berlin bereitwillig die "tschetschenische Karte" aus und sprach von den "legendären Kämpfern für die Unabhängigkeit Itschkeriens". Dafür erhielten Terroristen aus den Einheiten von Bassajew und Ruslan Gelajew eine Aufenthaltserlaubnis und wurden finanziell unterstützt. 2004 kam "Brigadegeneral" Achmed Sakajew, Terrorist und Schauspieler, in Begleitung eines britischen Gefolges nach Berlin. Für ihn wurde ein großer Saal der Staatsbibliothek angemietet und mehrere Hundert tschetschenische Aktivisten versammelt, die zu diesem Zeitpunkt ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland hatten.

Sakajew wurde von einem anderen "Brigadegeneral" vorgestellt, dem ehemaligen stellvertretenden Premierminister der Dudajew-Regierung, Apti Bisultanov. Die deutschen Behörden schwiegen sich dazu aus, sie waren anscheinend nicht besonders besorgt, dass sich potenzielle und echte Terroristen im Zentrum der Hauptstadt versammelten.

Gerichtssaal im Strafgericht Moabit vor dem Beginn des

Und nun endlich der Höhepunkt dieser Geschichte

Ein ermordeter Militanter, ein Verbrecher, wird in der deutschen Hauptstadt Berlin als Opfer des "russischen Regimes" dargestellt. Natürlich kann kein Mord gerechtfertigt werden, selbst wenn das Opfer ein blutrünstiger Verbrecher ist. Dies nimmt uns jedoch auch nicht das Recht, darüber nachzudenken, ob der Tod Changoschwilis für politische Zwecke missbraucht wird. Warum hatte der tschetschenische Kämpfer die Möglichkeit, sich frei in Europa zu bewegen, in Deutschland zu leben und viele Jahre lang deutsche Papiere zu erhalten? All das sieht mehr als nur zwielichtig aus und erscheint sicherlich nicht als humanitärer Hilfsakt.

Es ist wohl schwer zuzugeben, dass sich ein Flüchtling als eine Person herausstellen kann, die jahrelang an militärischen Operationen terroristischer Organisationen auf dem Territorium verschiedenster Länder teilnahm. Wahrscheinlich klebte das Blut Dutzender von Opfern an seinen Händen, er wurde als Verbrecher verfolgt, und Russland forderte seine Auslieferung. Warum leistete Deutschland den juristischen Organisationen in Russland jahrelang keine Rechtshilfe und lieferte Changoschwili nicht für eine Untersuchung und einen möglichen Prozess aus?

Es gibt Antworten auf diese Fragen, und vielen werden sie nicht gefallen. Der Fall Changoschwili wird zu politischen Zwecken missbraucht, um Druck auf Russland auszuüben.

Es ist kein Zufall, dass solche Begebenheiten zum Anlass neuer verbaler Angriffe auf gemeinsame Projekte zwischen Russland und Deutschland werden. Einige Menschen hassen die Möglichkeit einer politischen und wirtschaftlichen Annäherung beider Länder.

Es ist sogar etwas unangenehm, darüber zu sprechen, aber wenn der deutsche Außenminister über angebliche Beweise für Verbrechen "auf direkten Befehl der russischen Behörden" spricht, ohne die entsprechenden Beweise zu präsentieren, versteht man, dass viel auf dem Spiel steht. Es ist möglich, dass Nord Stream 2 gestoppt wird, das Niveau der diplomatischen Beziehungen absinkt und der Übergang zu einer Situation erfolgt, die als Vorkriegszeit charakterisiert werden kann. Und das alles aus unbewiesenen Gründen. Der Mord an einem militanten Flüchtling und ein Nowitschok-Giftanschlag, den es wohl nie gegeben hat – was muss noch erfunden werden, um die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland in jene von Gegnern statt strategischen Partnern zu versetzen? Oder vielleicht sogar Feinden?

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln. 

Mehr zum Thema - Russlands Botschafter zu Tiergarten-Mord: Anschuldigungen nach wie vor nicht durch Fakten bekräftigt




Dienstag, 20. Oktober 2020

Eulenblick N°111

 
©pixabay.com
20.10.  4 News zu Familie Biden ++ Gesundheitsamts-Chef gegen Söder ++  21.10.  Diplomat ++ Samuels Vi- deos ++ MMnews sendet aus VAE ++ Vortrag Max Otte ++ Vortrag Veikko ++ Spahni positiv ++
 
 
20.10.
Wird Hunter seinen Vater, Joe Biden, mit gespeicherten Daten, Bildern, Videos und eMails zu Fall bringen? - TE
 
Facebook-Mitarbeiterin, die Biden-kritische Accounts löscht, war an Bidens Ukraine-Geschäften beteiligt - Thomas Röper
 
 
"Es kommen noch viel mehr Sachen heraus. Es gibt auch noch andere Aktivitäten, die herauskommen, das ist die totale Verderbtheit." (1:38) - Steve Bannon
 
...und Rudy Giuliani kündigt neue Dokumente an, die Mittwoch veröffentlicht werden.
 
Gesundheitsamt-Chef zerreißt Söders Corona-Strategie: „Auch wenn ich meine Beamten-Karriere auf Spiel setze ...“ - merkur.de
 
21.10.
Der Lektor des Diplomaten ist nun auch auf Telegram - wer also die tieferen Zusammenhänge verstehen möchte, am besten alles ? lesen: https://t.me/s/diplomateninterviews
 
Wer die Videos und Infos von Samuel Eckert vermisst, findet sie hier oder auf seiner Seite: 
https://t.me/s/samueleckert
Wie zB dieses hier: Eisenach – Gänsehaut in der Lutherstadt – 22.800 LIVE
 
"Die Welt In Hysterie. Was droht in den nächsten Jahren? Michael Mross auf der Flucht aus Masken-Deutschland an der Straße von Hormus." - Na, also ich würde mir diesen Stress nicht antun, den er von der Reise schildert...
Es wird immer irrer (11:23) - MMnewsTV

 
Full Spectrum Dominance - Veikko Stölzer, Seminarwoche an der Thaya (1:00:54)
Hätte ich gern veröffentlicht, aber die Akustik ist mal wieder unterirdisch... ?
 
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn positiv auf Corona getestet ? sorry, muß sein
 
Mittwoch, 14. Oktober 2020

Eulenblick N°110

 
©pixdaus.com
14.10.  Polly ++ Tageskorrektur ++ VdP #458 ++ Ben- ghazi! ++  15.10.  Ultimatum ++ Russische Geduld am Ende ++ Chemnitz Live ++ Tageskorrektur ++ VdP #459 ++ Das Gute gewinnt ++ LION Media ++  16.10.  Selbst- erklärend ++ Das Ende in 6 Teilen ++ Returning of JFK? ++ Lockdown Plan ++ Tageskorrektur ++ Schmerzgrenze ++  17.10.  X22 Report ++ was Viren wachsen lässt ++ Göttlichkeit in Dir ++ Bautzen Live ++ noch 18 Tage bis zur Wahl ++ neues Video von Oli ++ Tageskorrektur ++ Kurzbotschaft von Simon ++ BQH-Sitzung 1+2 ++ neuer Stress für Hunter ++ Profilbild geändert! ++  18.10.  Mon- tenegro ++ Putin? ++ VdP #460 ++ HB's Laptop ++ Zen- sur ++ Amy Barrett widersteht ++ Tageskorrektur ++ Dieter Broers ++  19.10.  Tageskorrektur ++ neues Video von Oli ++ zum Broers-Video ++  20.10.  Hajo, SAM, Jörn & Daniel ++ Aufklärung zum Broers Video ++ VdP #461 ++ DJT über Medikament ++ Putin New Start III ++ Ta- geskorrektur ++ Trump jr. über die Biden-Familie ++
 
 
14.10.
Ein wichtiges und bewegendes Video zum Nachdenken von Amazing Polly (35:10):
 
von nebadonia.wordpress.com
Tageskorrektur 14.10.2020 - https://youtu.be/AyDsB08GwA0
 
Verbinde die Punkte #458: Q, Qual, Qualität (1:46:56) - Sunny
 
"Whistleblower lässt hartnäckige Beweise fallen, Biden, Obama, Hillary exekutierten das Siegel Team 6, Audiobeweis
13. Oktober 2020 Q
Benghazi wird jetzt auf breiter Front offenbart
VERRAT - BIDEN!!!!!!!!!!
Anna Khait schließt sich Gary Franchi an, um ihren bombastischen Tweet zu analysieren, der über das Internet verbreitet wird: "BREAKING: Allen Harrow Parrot (CIA whistleblower) erzählt Charles Woods (Vater von Tyrone Woods, der in Benghazi getötet wurde), dass Obama und Biden dem Iran 152 Milliarden Dollar geschickt haben, um den Tod vom Seal Team 6 zu vertuschen. Allen sagte, dass ALLE Beweise herauskommen werden: Dokumente und Ton. Sie hat den Ton gehört, und er belastet Spitzenfunktionäre Obamas."
BREAKING: Whistleblower Drops HARD Evidence, Biden, Obama, Hillary EXECUTED Seal Team 6, Audio Proof
 
15.10.
Trump Gives Barr Ultimatum: Arrest Obama, Biden and Clinton Or Find Yourself In a ‘Sad Situation’  - Dieser Artikel zeigt nochmal, daß Trump über Barr's Zögern not amused ist.
 
O-oh, die Russen sind mit ihrer ausgiebigen Geduld wohl jetzt am Ende, was die EU und sicher auch Deutschland betrifft. Thomas Röper hat Sergej Lawrows Rede übersetzt:
 
'Der Thüringer' hat ein Video von der Bustour in Chemnitz hochgeladen:
QUERDENKEN 361 ERFURT zu Besuch bei Kundgebung in Chemnitz am 13.10.2020 
 
?  Es gibt hier heute ziemlich viele Netzstörungen, mal schauen ob's jetzt klappt.  ?
 
Tageskorrektur 15.10.2020 - https://youtu.be/y9UtnOlaXjg
 
Verbinde die Punkte #459: Wunder gescheh'n (1:21:43) - Sunny
 
MARKmobil Aktuell - Das Gute gewinnt (6:42) - wichtig den Text zu lesen!
 
Hunter Bidens Laptop: Beweise für Korruption und Drogenmissbrauch (12:48) - LION Media
 
16.10.
Selbsterklärend! ? ?
click = größer
Das Ende in 6 Teilen - Ric postet in der Community Details von einem 'Guru' mit Insiderwissen um Obama, Clinton, Biden, Bin Laden! Überhaupt findet ihr dort viele aktuelle News, deshalb ganz unten verlinkt.
 
Die Gerüchteküche hört nicht auf - Update 5.10. mit vielen Bildern:
 
In Canada wurden Politiker auf längerfristigen Lockdown vorbereitet - einer von ihnen erzählt davon, und es scheint ein globaler Plan zu sein! von Henry Makow, hier die Übersetzung:
 
Tageskorrektur 16.10.2020 - https://youtu.be/70fsjnbDass
 
KLARTEXT - Für viele ist die Schmerzgrenze überschritten (7:38) - Markus Gärtner
 
17.10.
Auch wenn YT gesperrt hat, die X22-Reports sind auf Bitchute zu finden! ?
X22 Report vom 14.10.2020 - Oktoberüberraschung - Das Geschenk, das bleibt - Episode 2302b
 
Es kommt ja jeden Tag etwas neues Unfassbares heraus: ?
Nur vergiftete Affen-Nierenzellen ließen das 'Virus' 'wachsen' - von Dr. Tom Cowan
 
Ein sehr schönes neues Video von Lisa:
 
 
Querdenken Bodo Schiffmann in BAUTZEN Mitschnitt komplett (45:41) - Ostsachsen TV
 
Noch 18 Tage bis zur Wahl. Trump: „Wir werden gewinnen!“ Mit QDrop - TE
 
Die ersten 10min sind ein Plädoyer für Telegram, er mahnt an, wir würden nichts mitkriegen, wenn wir nicht seine Infos haben ? dazu wäre zu sagen, Oli, daß mir die täglichen 100 Meldungen auf Deinem Telegram-Kanal einfach zuviel sind. Bin wieder raus. Ansonsten kommen diese Themen:
Nena, Wendler, Ronaldos Schwester, 10.000 Mediziner: Auf unserer Seite! CNN & NYT gegen mich (54:45) - Oliver Janich
 
 
Tageskorrektur 17.10.2020 - https://youtu.be/XMS4hVB0X6M
 
Kurzbotschaft von Simon Parkes:
Simon Parkes: DU kannst das Schicksal der Welt verändern! (2:01 / 4:47)
 
Eine Höhere Führung für den Rest des Jahres 2020 und bis 2021 – Ein neues YouTube-Audio von Allison Coe I
 
Eine Höhere Führung für den Rest des Jahres 2020 und bis 2021 – Protokoll einer neuen BQH-Sitzung von Allison Coe Teil II
 
Das am 30. September veröffentlichte Video be- hauptet, 3 Festplatten seien an das DOJ gesendet worden und enthalten ein Rohvideo von Hunter Biden, der an Vergewaltigungen von Kindern beteiligt war.
 
1. Festplatte - Sex und Pädophilie 2. Festplatte - Geldnamen 3. Festplatte - Biowaffen
 
Hm, soweit ich erinnere, ist Jiang Zemin ein abso- luter Hardliner und Gegenspieler von Xi Jinping. ? Da ist wohl ein heftiger Machtkampf im Gange.
 
Giuliani: KRANKE Fotos auf Hunter Bidens Laptop werden 'Sie zu Tode schockieren
 
 
Die US Army Europe hat ihr Profilbild wieder auf das SHAEF-Symbol geändert ?? müßte jetzt (24h) ca. 2 Tage her sein.

18.10.
Die großen Demonstrationen in #Berlin haben mehr bewirkt als viele denken, und zwar auch außerhalb von Deutschland. Im Ausland nämlich blicken viele Menschen voller Bewunderung auf die starke Oppositionsbewegung gegen die staatlichen #Corona-Maßnahmen. Vor allem die Berliner Groß-Demos gaben vielen Mut und Kraft, sich gegen die Einschränkungen in ihrer Heimat zur Wehr zu setzen. In Montenegro führten sie sogar zum Sturz der Regierung.
 
Ob diese Meldung stimmt, kann ich nicht sagen. Mir ist nur damals auch aufgefallen, daß Putin plötzlich anders aussah... einige meinten auch, es sei ein Walk-In gewesen.
⚠️ ? Die Geschichte der 2 Putins ? ⚠️
 
 
Hier eine gute Zusammenfassung von Jan Walter:
JAHRHUNDERT-LEAK: Der Inhalt auf HUNTER BIDENS LAPTOP ist viel krasser als erahnt!
 
Meinungszensur, Blockierung, Rausschmiss – es geht um Wahrheit oder Fake - TE
 
Amy Coney Barrett widersteht den Attacken der Demokraten und besteht auf ihre eigene Identität (12:38) - TranslatedPress DE
 
Tageskorrektur 18.10.2020 - https://youtu.be/6KpHX0kH8bk
 
Newsletter von Dieter Broers, er ist sehr wichtig! Das CERN will den LHC total hochfahren, um angeblich Kontakt mit einem Paralleluniversum herzustellen. Das man mit solchen Kräften nicht spielt, ist eigentlich selbstverständlich. Doch die Dunklen fahren offensichtlich nun alle Geschütze auf...! Er erklärt alles in diesem Video, hab ich auch soeben veröffentlicht.
 
19.10.
?  Ich hab den Tag heute mit meinen Kindern verbracht - und nun gehts hier langsam weiter ?
 
Tageskorrektur 19.10.2020 - https://youtu.be/heI0ZtnWfHM
 
Schrecklicher Fund auf Biden-Laptop: Warum handelt FBI nicht? (30:20) - Oliver Janich im Gespräch mit Jan Walter von Legitim.ch, und hier sein neuer Telegram-Kanal nur mit Videos.
 
Zum Video von Dieter Broers: inzwischen bekam ich die Info, daß solche eklatanten Versuche im CERN von der Geistigen Welt /andere Zivilisationen nicht mehr zugelassen werden. Diese Möglichkeiten wurden angeblich 2008 bereits von ihnen gestoppt. Beweisen lässt sich weder die eine oder andere Seite - am besten visualisieren wir ein 'cern' außer Betrieb. ?
 
20.10.
Ossi, Wessi und ein Kuhhh (1:12:40) - Hajo Müller, SAM, Jörn und Daniel
 
Aufklärung zum Broers-Video, hab es inzwischen gelöscht.
Anscheinend ist Dieter Broers ein Recherche-Fehler unterlaufen, oder man versucht ihn zu diskreditieren. Bitte hier den Verlauf nachlesen: 
 
 
Trump über Medikament was geholfen hat - Übersetzung Deutsch (4:53)
 
 
Tageskorrektur 20.10.2020 - https://youtu.be/cqKPYdQ2IQc
 
Qlobal-Change - Trump jr. über die Biden Familie (5:56)
 
 
?  und hiermit endet der Eulenblick N°110  ?