Viele Leser fragen: Wie steht Putin zu Corona?

Hier gibt´s die Antwort (die manchem nicht gefallen wird)

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Ich werde immer wieder gefragt, wie Putin zu Corona steht, warum er „das Spiel mitmacht“ und so weiter. Darauf hat Putin vor einigen Tagen selbst eine Antwort gegeben, die ich hier übersetze.

Auch in Russland gibt es Einschränkungen wegen Corona und ich habe darüber mehrmals berichtet. Auch in Russland halten viele Corona nur für eine Illusion, für eine Verschwörung. In meinem Bekanntenkreis sind das wenige, was daran liegen kann, dass es in meinem Bekanntenkreis auch Fälle von Corona-Erkrankungen gegeben hat, die jedem vor Augen geführt haben, dass das eine schwere und gefährliche Erkrankung sein kann, auch für gesunde Menschen.

Auch wenn der Unmut über Einschränkungen in Russland nach meinem subjektiven Empfinden nicht so groß ist, wie in Deutschland, gibt es diesen Unmut. Und vor allem gibt es Existenzängste wegen der wirtschaftlichen Folgen des Lockdown. Und wie auch in Deutschland fordern viele, die Einschränkungen möglichst morgen wieder aufzuheben.

Bei einer Video-Konferenz mit den regionalen Regierungschefs Russlands zu den Themen Corona, Fortsetzung oder Aufhebung der Einschränkungen, Hilfen für Menschen und Wirtschaft hat Putin sich dazu ausführlich geäußert. Ich habe seinen Standpunkt übersetzt.

Bitte lesen Sie das bis zum Schluss, um sich eine eigene Meinung über seinen Standpunkt zu bilden. Es passiert mir selten, aber diese Ansprache hat mich im Herzen berührt und sehr nachdenklich gemacht.

Beginn der Übersetzung:

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal sagen, was im Mittelpunkt der von mir getroffenen Entscheidungen steht.

Der absolute Wert der modernen Zivilisation ist natürlich die Freiheit. Die Freiheit eines jeden Bürgers. Aber auch das Leben eines jeden Menschen ist einzigartig, ist ein absoluter Wert, der uns von oben gegeben wurde (Anm. d. Übers.: Auf Deutsch würde man sagen „von Gott gegeben wurde“). Und wir müssen es schützen, damit die Menschen sich freuen, lieben, Kinder erziehen, einfach leben können.

Ich möchte Sie auch an die bekannte Formel erinnern: „Die Freiheit eines jeden wird durch die Freiheit der anderer eingeschränkt“. Im Kampf gegen Infektionen ist sie – diese Formel – mehr als angemessen. Wenn jemand ein anderes Verhalten bevorzugt, das heißt, seine persönliche, unbegrenzte Freiheit über die Interessen und Freiheiten anderer Menschen erhebt, gefährdet er heute ihr Leben. Und in dem Fall wird Freiheit zu Verantwortungslosigkeit, Egoismus und in gewissem Sinne zu Gewalt gegen andere, die ihnen großen Schaden zufügen kann.

Und auf noch etwas möchte ich hinweisen: auf die moralische Entscheidung, vor der wir jetzt stehen. In der Welt als Ganzes und manchmal auch in Russland hört man die Vorstellung, dass wir zunächst über die Wirtschaft nachdenken müssen, über das materielle Wohlergehen. Und das ist natürlich sehr wichtig.

Aber was wird in dieser Hinsicht vorgeschlagen? Es wird in der Tat vorgeschlagen, vorwärts zu gehen, das alle durch alles gehen, dass auf nichts zurückgeblickt wird. Das bedeutet im Grunde, die mit der Epidemie verbundenen Risiken nicht zu berücksichtigen und so schnell wie möglich alle Beschränkungen aufzuheben. Und wenn jemand krank wird, heißt es: Lasst ihn krank werden, als Folge behindert sein oder sogar sterben. Wenn das passiert, dann ist das sein Schicksal. Kurz gesagt, das Gesetz der natürlichen Auslese wird vorgeschlagen, wo jeder für sich alleine steht.

Aus der Geschichte und der Weltliteratur wissen wir, dass in früheren Zeiten alte Menschen, kranke Kinder, geschwächte Menschen um des Überlebens des ganzen Stammes willen einfach zurückgelassen wurden. Wahrscheinlich gab es damals einfach keinen anderen Weg. Aber wir leben im 21. Jahrhundert. Und lassen Sie es mich ganz offen sagen: Diejenigen, die jetzt anbieten, Menschen zu opfern, sie ihrem Schicksal zu überlassen, rufen tatsächlich dazu auf, zu Wildheit und Barbarei zurückzukehren.

Es wird erzählt, dass im alten Sparta kranke oder behinderte Kinder von der Klippe Tyget ins Meer geworfen wurden. Heute glauben Historiker und Archäologen jedoch, dass das nur eine Legende, ein Mythos ist. Aber wir wissen, dass die Gesellschaft von Sparta auf wirklich strengen Regeln aufgebaut war. Aber das hat Sparta nicht geholfen. Und am Ende verlor es seine Unabhängigkeit. Man kann von der Geschichte lernen.

Erinnern wir uns auch ganz kurz an ein paar eindringliche Seiten der tränenreichen Geschichte von Jack London mit dem Namen „The Law of Life“. Dort geht es darum, dass ein Stamm seine alten Männer zurückließ, wenn sie zu einer Last wurden. Die Kinder gaben ihnen etwas zu essen und verließen die Eltern, die dann den wilden Tieren zum Fraß überlassen wurden, so dass sie starben. Aber der alte Vater, der von seinen Kindern am Feuer allein gelassen wurde, glaubte bis zum Ende und hoffte, dass seine Söhne zu ihm zurückkommen würden. Können Sie sich nur für einen Moment vorstellen, dass wir unseren Eltern, unseren Großeltern, so etwas, wie in dieser Geschichte, antun können? Das glaube ich nie im Leben. Das ist nicht unser genetischer Code.

Weil wir von unseren Vorfahren etwas ganz anders gelernt haben. Russland lebt seit tausend Jahren mit den Werten der gegenseitigen Hilfe und der Solidarität. Und heute sind sie die tragende Säule unserer Staatlichkeit. Wir haben sie zusammen mit der Orthodoxie bekommen. Diese Werte sind auch das Herzstück der anderen Religionen der Völker Russlands, des Islam, des Buddhismus, des Judentums. Die Philosophie der Liebe zum Menschen hat uns geholfen, jahrhundertelang zu überleben. Und heute hängt von unser aller Verantwortung das Schicksal unserer Nachbarn und unserer Lieben ab.

Ich wiederhole es noch einmal: Das Wichtigste sind für uns jetzt die Menschen, ihr Leben. Eine andere Wahl zu treffen, ist für unser Volk inakzeptabel. Ich glaube fest daran, dass die absolute Mehrheit von Ihnen so denkt, dass Ihnen Ihr Gewissen das gleiche sagt.

Wir retten und beschützen Menschen. Und alles andere kriegen wir hin. Wir werden alles reparieren und aufholen, dieses Coronavirus überwinden und mit einem ruhigen Herzen – alle zusammen – die Wirtschaft ankurbeln, den Wohlstand stärken, diejenigen unterstützen, die ihren Arbeitsplatz und ihr Einkommen verloren haben, die es jetzt schwer haben, wir werden den betroffenen Unternehmen eine Schulter zum Anlehnen geben, ihnen helfen, Arbeitsplätze zu erhalten, wieder auf die Beine zu kommen. Diese staatlichen Unterstützungsmaßnahmen werden ständig ergänzt und ausgeweitet.

Aber jetzt gibt jedem von uns, selbst wenn auch nur ein wenig, jedes gerettete Leben Hoffnung und Vertrauen in den Sieg über die Epidemie.

Wir werden sie dazu bringen, sich zurückzuziehen. Das Leben wird sicher wieder normal. Und es liegt in unserer Macht, dies so schnell wie möglich zu erreichen, damit wir nicht nur die gegenwärtigen Prüfungen und Bedrängnisse überwinden, sondern auch sichere Bedingungen für die zukünftige Entwicklung schaffen.

Vielen Dank.

Ende der Übersetzung

Mich hat das nachdenklich gemacht, aber es beschreibt die russische Mentalität sehr gut: An erster Stelle steht der Mensch und nicht der materielle Wohlstand. Die daraus folgende Konsequenz ist, sich für Menschenleben zu entscheiden, wenn man vor der Wahl zwischen der Gefahr für Menschen und der Gefahr für die Wirtschaft steht.

Wie gefährlich das Coronavirus ist, weiß ich nicht. Aber offensichtlich ist Putin von seiner Gefährlichkeit überzeugt. Und sei es auch „nur“ eine Gefährlichkeit für Alte, Kranke und Schwache, deren Leben und Gesundheit für Putin wichtiger sind, als die Wirtschaft.


Wenn Sie mehr Putins Ansichten und Aussagen wissen erfahren möchten, dann sollten Sie sich die Beschreibung meines Buches ansehen, in dem ich Putin direkt und ungekürzt in langen Zitaten zu allen möglichen Themen zu Wort kommen lasse.

 

 

Cui bono? Wie Trumps Streit mit Twitter,

die Unruhen in den USA und die US-Wahlen zusammenhängen

https://www.anti-spiegel.ru/2020/cui-bono-wie-trumps-streit-mit-twitter-die-unruhen-in-den-usa-und-die-us-wahlen-zusammenhaengen/

Der Streit zwischen Trump und Twitter wird immer härter. Nun hat Twitter ein Video gelöscht, dass Trump getwittert hat. Wer sich das Video anschaut, der versteht, worum es in dem Streit anscheinend wirklich geht.

Die großen Internetkonzerne und Trump werden wohl keine Freunde mehr. Die Internetkonzerne gaben von Anfang an recht offen zu verstehen, dass sie Trump nicht mögen. Und das hat Konsequenzen, denn wenn Google zum Beispiel seine Suchfunktion so modifiziert, dass bei einer Suche immer negative Ergebnisse über Trump auftauchen, beeinflusst das die Menschen und damit die Wahlergebnisse.

Gleiches können Facebook und YouTube (also auch Google) tun und es gibt noch eine ganze Reihe anderer Instrumente, die die Internetkonzerne zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung nicht nur haben, sondern bereits aktiv nutzen. Beispiele für weitere Instrumente finden Sie in diesem Artikel, in dem ich über eine Anhörung vor dem US-Senat berichtet habe, in der Experten dargelegt haben, dass die Internetkonzerne über 10 Millionen Wählerstimmen in den USA in die von ihnen gewünschte Richtung beeinflussen können. Das wäre selbst bei einer nicht knappen Wahl wahlentscheidend.

Man muss, wenn es um den aktuellen Streit zwischen Trump und Twitter geht, diese Fakten im Hinterkopf behalten.

Twitter hat nun den Kampf gegen Trump eröffnet. Ich sage es gleich vorweg: Trumps harte Haltung, gegen Demonstranten das Militär einzusetzen, lehne ich strikt ab. Demonstrationen müssen erlaubt sein, ohne dass das Militär schießt. Andererseits hat der Staat die Aufgabe, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und wenn es zu Plünderungen kommt, muss der Staat (also die Polizei) eingreifen. Somit ist die Situation in den USA komplizierter, als es auf den ersten Blick erscheint.

Das erste zerschlagene Schaufenster -- Wie die Unruhen in den USA begannen

Und schon hier reagieren die Internetkonzerne sehr merkwürdig. Es gibt ein Video, das zeigt, wie die ersten Plünderungen in Minneapolis begonnen haben (siehe Titelbild). Darauf ist zu sehen, wie ein Mann mit einem aufgespannten Regenschirm (obowhl es nicht geregnet hat) und mit einem mit einer Gasmaske unkenntlich gemachten Gesicht die Scheiben eines Geschäftes namens „Auto Zone“, in dem Plünderungen begannen, einschlägt. Der Mann war kein Schwarzer, er ging in aller Seelenruhe an dem Geschäft entlang, schlug die Scheiben ein und verschwand dann. Einige haben noch erfolglos versucht, ihn zur Rede zu stellen.

Danach begannen in dem Geschäft mit Namen „Auto Zone“, an das auch noch jemand die Aufschrift „Free shit for everyone zone“ (sinngemäß übersetzt „Bedient Euch, in dieser Zone gibt´s alles umsonst“) gesprüht hatte, die Plünderungen.

Das Video macht den Eindruck, als habe da jemand die Unruhen eskalieren wollen.

Nachdem er in aller Seelenruhe die Scheiben eingeschlagen hat, ist er verschwunden. Er war anscheinend alleine, aber weitere, inzwischen online gestellte Videos, zeigen, dass es sich um eine Gruppe handeln dürfte. Jedoch hat von denen niemand geplündert, sie scheinen sich nur gegenseitig gedeckt zu haben. Und sie sind dann verschwunden.

Wenn die ersten Scheiben zerschlagen sind, ist eine Schwelle überschritten und die Eskalationsspirale beginnt. Und genau so ist es gekommen: Es fanden sich schließlich die ersten, die den Laden geplündert haben, andere Läden folgten, die Polizei musste einschreiten, aber da es Demos gegen Polizeigewalt waren, hat das weiteres Öl ins Feuer gegossen, die Lage ist weiter eskaliert und das Ergebnis sehen wir heute.

Internetkonzerne löschen die Videos

YouTube hat das Video (das sehr viele Aufrufe gehabt hat) mit einem Hinweis auf eine Urheberrechtsverletzung gelöscht. Aber wenn so etwas erst einmal online ist, dann wird es verbreitet. Die hier verlinkte Veröffentlichung des gleichen Videos ist noch online, während ich dies schreibe. Sollte sie ebenfalls gelöscht worden sein, wenn Sie diesen Artikel lesen, versuchen Sie Ihr Glück mit einer Suche auf YouTube unter dem Suchbegriff „umbrella man minnesota“

 
Minneapolis Umbrella Man
 
 

Auf dem nächsten Video sind Aufnahmen anderer Teilnehmer der Demo zu sehen. Es ist auch zu sehen, wie der „Umbrella Man“ („Regenschirm-Mann“) vorher zu dem Geschäft geht und mit wem er dort offensichtlich in Kontakt stand. Es gab offenbar mehrere solche dunkel gekleideten Leute mit Regenschirmen und identischen Gasmasken, die eine Identifizierung unmöglich machen sollten.

 
UMBRELLA MAN MAY 27, 2020. NIGHT 2 OF PROTESTS. BREAKS AUTO ZONE WINDOWS. GEORGE FLOYD, MINNEAPOLIS
 
 

Wie man sieht, sind all die veröffentlichten Aufnahmen mit Handys aufgenommen worden. Was soll daran eine Urheberrechtsverletzung sein, wenn Leute ihre Handyaufnahmen ins Netz stellen, weil sie wollen, dass es weiter vebreitet wird? Und genau diese Verbreitung wird unter dem Vorwand einer angeblichen Urheberrechtsverletzung verhindert.

Welche Videos wir außerdem nicht sehen sollen

Und dieses Muster sehen wir nun bei dem von Twitter gelöschten Video von Trump. Auch dort begründet Twitter die Löschung mit einer Urheberrechtsverletzung, wobei Twitter aber nicht mitgeteilt hat, wessen Rechte verletzt worden sind, wie The Hill schreibt.

Da das von Twitter gelöschte Video ist derzeit noch bei YouTube zu sehen ist, wollen wir uns das anschauen. Vorher nochmal zur Erinnerung: Alle Medien berichten, dass Trump die USA spaltet, dass seine Reden und Forderungen den Hass verstärken, die Unruhen befeuern und so weiter.

Kommen wir also zu dem von Twitter gelöschten Video von Trump. Auf dem vier Minuten langen Video ist eine Ansprache von Trump zu hören, die mit Bildern und Videosequenzen unterlegt ist. Auf irgendein einzelnes Bild beruft sich Twitter bei der Sperrung. Ich übersetze hier die Ansprache aus dem Video, damit sich jeder ein Bild machen kann, ob Trump zum Hass aufruft oder nicht. (Das Video selbst finden Sie unter der Übersetzung, wenn es nicht auch von YouTube gelöscht wird)

Beginn der Übersetzung:

Ich verstehe den Schmerz, den die Menschen fühlen. Der Tod von George Floyd auf den Straßen von Minneapolis war eine Tragödie. Das hätte nie passieren dürfen. Es erfüllt die Amerikaner im ganzen Land mit Horror und Ärger.

Wir unterstützen friedliche Demonstranten. Die Stimmen von gesetzestreuen Bürgern müssen gehört werden, sehr laut gehört werden!

Wir stehen zusammen mit der Familie von George Floyd, den friedlichen Demonstranten und mit jedem gesetzestreuen Bürger, der Frieden, Gerechtigkeit und Sicherheit will.

Aber was wir nun auf den Straßen unserer Städte sehen, hat nichts zu tun mit Gerechtigkeit. Hooligans, Plünderer und Anarchisten entehren die Erinnerung an George Floyd! Die Plünderungen werden geleitet von der Antifa und anderen linksextremen Gruppen, die Unschuldige terrorisieren und Jobs zerstören. Der Mob vernichtet die Arbeit guter Menschen und zerstört ihre Träume!

Wir können und dürfen einer kleiner Gruppe von Vandalen nicht erlauben, unsere Städte zu zerstören, wir müssen das Recht eines jeden Bürgers verteidigen, ohne Gewalt oder Angst zu leben.

Heilung, kein Hass, Gerechtigkeit, kein Chaos sind unsere Mission.

Ich stehe vor Ihnen als ein Freund und Verbündeter von jedem Amerikaner, der Gerechtigkeit und Frieden sucht. Niemand ist mehr enttäuscht über die wenigen, die handvoll Polizisten, die ihren Eid gebrochen haben, die daran gescheitert sind, zu dienen und schützen. (Anm. d. Über.: Der Leitspruch der US-Polizei lautet „to serve and protect“, also „dienen und schützen“)

Ich unterstütze die überwiegende Mehrheit der Polizisten, die unglaubliches leisten und dem Dienst an der Öffentlichkeit verpflichtet sind.

Wir müssen als Gesellschaft alle zusammen arbeiten, um die Möglichkeiten zu erweitern, eine Zukunft der größeren Würde zu schaffen. Jeder Bürger und jede Gemeinschaft hat das Recht, in Sicherheit zu sein, in Sicherheit in ihren Häusern und unseren Städten.

Wir arbeiten an dieser Gesellschaft. Aber das bedeutet aufbauen, nicht einreißen, Hände reichen, nicht Fäuste ballen, in Solidarität stehen, nicht vor Feindschaft kapitulieren. Das ist das heilige Rechte eines jeden Amerikaners, das ich mit allen Mitteln verteidigen will und werde.

Ende der Übersetzung

Hier das Video:

 
Healing, Not Hatred
 
 

Nun kann sich jeder selbst überlegen, warum Twitter das Video gelöscht hat: Wegen des Urheberrechtes an einem einzigen Bild, das nur Sekundenbruchteile zu sehen war? Oder wegen des Inhaltes, der so gar nicht zu dem passt, was über Trump berichtet wird?

Wer profitiert von den Unruhen in den USA?

Ich werde mal beschuldigt, Trump zu unkritisch zu sehen und mal beschuldigt, ihn zu sehr zu loben. Nichts davon stimmt in meinen Augen und regelmäßige Leser des Anti-Spiegel wissen das. Es gibt Themen, bei denen ich Trump sehr heftig kritisiere und es gibt Themen, bei denen ich das, was Trump tut durchaus vernünftig finde. Kein Mensch ist nur gut oder schlecht und ich beurteile Politiker an ihren konkreten Taten bei konkreten Themen. Und daher kann ich über den gleichen Politiker mal positiv schreiben und mal negativ. Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß und niemand ist nur gut oder nur schlecht.

An Trump finde ich vieles schlecht und den Einsatz der Armee gegen Demonstranten finde ich unverantwortlich und unentschudlbar. Gouverneure zu mehr Härte gegen Demonstranten aufzufordern, finde ich unentschudlbar. Andererseits: Regierung und Staat müssen die öffentliche Ordnung aufrecht erhalten, die Menschen im Land schützen. Bei dieser Gratwanderung, wenn Chaoten friedliche Demonstrationen missbrauchen, um Geschäfte plündern und Häuser anzuzünden, kann jeder Politiker nur verlieren. Lässt er die Plünderungen zu, hat er versagt, geht er gewaltsam gegen Plünderer vor und es kommen friedliche Demonstranten zu Schaden, ist auch das seine Verantwortung.

Wenn man nun noch das Video des Regenschirm-Mannes vor Augen hat, muss man sich fragen, wer ein Interesse daran hat, die Demonstrationen zu eskalieren. Wäre es zu Plünderungen und landesweiten Unruhen gekommen, wenn dieser Mann nicht die Scheiben eingeschlagen hätte, woraufhin die ersten Plünderungen begonnen haben?

Fakt ist, die erste Scheibe hat kein schwarzer Demonstrant eingeschlagen, sondern ein maskierter Weißer mit einem aufgespannten Regenschirm.

Profitiert Präsident Trump, der als Amtsinhaber zeigen muss, dass er das Land wachsen und gedeihen lässt, von den Unruhen? Oder profitieren Joe Biden und die Demokraten von den Unruhen, die immer sagen, dass Trump der Aufgabe, das Land wachsen und gedeihen zu lassen, nicht gewachsen ist?

Die Schwarzen sind eine wichtige Wählergruppe in den USA, wahrscheinlich das Zünglein an der Waage. Unter Trump haben so viele von ihnen Arbeit gehabt, wie nie zuvor. Nun dürften sie Trump mit dem Ruf nach Militär gegen schwarze Demonstranten in Verbindung bringen.

Cui bono, wem nützt das?